Fachpädagogen qualifizieren sich weiter

vom 03.02.2011

Hochschulzentrum für Weiterbildung startet Zertifikatslehrgang

Mit 28 Teilnehmern startete der erste Zertifikatslehrgang für Fachpädagogen im Gesundheitswesen im Bildungszentrum des DRK Rettungsdiensts Mittelhessen in Marburg.Mit 28 Teilnehmern ist am Montag, 31. Januar, der erste Zertifikatslehrgang für Fachpädagogen im Gesundheitswesen im Bildungszentrum des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen in Marburg gestartet. Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen ist der Initiator des Weiterbildungsprojekts, das Hochschulzentrum für Weiterbildung (HZW) der Fachhochschule Gießen-Friedberg unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang George ist für Organisation und Qualität verantwortlich.
Der hessenweit einmalige Lehrgang soll Ausbildern in den Berufen des Gesundheitswesens das notwendige Rüstzeug für ihre Lehrtätigkeit geben. Dabei stehen die Themenbereiche Pädagogik, Didaktik, Sozialwissenschaft, Psychologie, Recht und Wirtschaftspädagogik im Zentrum.
„Die Qualifizierung der Lehrenden ist ein wichtiges Thema für uns“, sagte der Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen, Markus Müller, bei der Begrüßung der Teilnehmer. Es sei zu erwarten, dass in der Zukunft die Ausbildung im Rettungsdienst von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Damit zeichne sich ab, dass auch die Qualifikation der Ausbilder steigen müsse.
Dr. Silke Ley von der Abteilung Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Darmstadt (RP), betonte, dass an die Lehrenden in Gesundheitsberufen große Anforderungen gestellt werden, die künftig noch steigen. Das RP Darmstadt ist zuständig für die staatliche Anerkennung von Lehranstalten für die Fachberufe im Gesundheitswesen und hat die Entwicklung des Lehrgangs unterstützt. Ley erklärte, der Lehrgang fördere das Verständnis der Teilnehmer für andere Bereiche im Gesundheitswesen und sorge so für die dringend notwendige Verzahnung und Vernetzung. „Es ist wichtig, dass wir die Gesundheitsfachberufe an einen Tisch bekommen“, betonte auch Günter Ohlig, Teamleiter Rettungsdienst beim DRK Landesverband Hessen.
Viele der Teilnehmer unterrichten bereits seit Jahren und wollen ihre Kenntnisse nun vertiefen und erweitern. Andere stehen noch am Beginn ihrer Lehrtätigkeit. Den Lehrgang belegt haben zahlreiche Rettungsassistenten unter anderem aus Marburg, Frankfurt, Limburg oder Eisenach, aber auch Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten oder Lehrende aus dem Bereich der Altenpflege und der Hebammenausbildung.
In zwei Jahren werden sie 400 Unterrichtsstunden absolvieren und am Ende ein Zertifikat der Fachhochschule Gießen-Friedberg erwerben. Die FH kooperiert eng mit der Justus-Liebig-Universität in Gießen, die ihr Know-How und ihre Dozenten zur Verfügung stellen wird. Andere der über zehn eingebundenen Fachdozenten arbeiten in den unterschiedlichen Disziplinen und wissen um die Besonderheiten des Gesundheitswesens. Der Lehrgang bewege sich auf akademischem Niveau, betonte Prof. Dr. Wolfgang George. Die 25 „Credit Points“, die von den Teilnehmern erworben werden, können auf ein möglicherweise anschließendes Studium angerechnet werden. „Ziel ist es, nicht nur eine praxistaugliche Fortbildung anzubieten, sondern auch die Grundlage für ein mögliches Studium etwa an der Universität Gießen zu legen“, so George.
Der nächste Lehrgang startet voraussichtlich bereits im Herbst dieses Jahres. Zulassungsvoraussetzung sind eine Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf, zwei Jahre Berufserfahrung, 80 abgeleistete Unterrichtseinheiten oder ein entsprechendes Praktikum. Die Teilnahmegebühr beträgt 3660 Euro. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.hz-weiterbildung.de.

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