DRK-Notarztdienst ab 1. Januar in das Universitätsklinikum integriert (30.l2.2005)
Am 01.01.2006 beginnt der achtjährige Beauftragungszeitraum für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen mit einer strukturellen Veränderung: Die ärztliche Besetzung des Notarzteinsatzfahrzeuges in Marburg erfolgt nunmehr vollständig durch Notärztinnen und Notärzte aus dem Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Standort Marburg.
Im Jahr 1992 erhielt Marburg sein zweites Notarztsystem, damals vom Marburger Krankenpflegeteam betrieben und von Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung besetzt. Diese Zusammenarbeit bestand bis einschließlich dem Jahr 2001, wobei die rechtliche Verantwortung für diesen Teil des Rettungsdienstes damals bei der Kassenärztlichen Vereinigung lag.
Die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung endete mit dem 31.12.2001. Ab 2002 wurde die Zusammenarbeit mit den vormaligen Kassenärzten auf geänderter vertraglicher Grundlage fortgesetzt, wobei der Landkreis als Rettungsdienstträger schon damals die zunehmende Einbindung des Universitätsklinikums verbindlich festgelegt hatte.
Die weitere Entwicklung hat nunmehr zur Gründung des Zentrums für Notfallmedizin im Klinikum Giessen und Marburg (Standort Marburg) geführt. Von diesem Zentrum aus werden ab 01.01.2006 die DRK-Notarztsysteme in Kirchhain und Marburg ärztlich besetzt.
Das von freiberuflichen Notärzten besetzte System in Wolfgruben arbeitet eng mit dem Zentrum für Notfallmedizin zusammen, so dass nunmehr für den gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Struktur besteht, auf deren Basis die notärztliche Versorgung weiterentwickelt werden kann.
Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen, äußert sich im Zusammenhang mit der Indienststellung des neuen Systems sehr optimistisch im Hinblick auf die angestrebten Qualitätsziele. Diese wären sicherlich auch eine der Ursachen gewesen, warum sich der Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf zur achtjährigen Beauftragung der bewährten Partner entschlossen hat. Gleichzeitig dankte Müller den ausscheidenden freiberuflichen Notärzten des Standortes Marburg für ihre langjährig erfolgreiche Arbeit.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Träger der Notfallversorgung war eng in die Vorarbeiten zu den jetzt beginnenden Strukturen eingebunden. Von dort wird der eingeschlagene Weg dieser innerorganisatorischen Maßnahmen des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen bestätigt und unterstützt. Besonders positiv wird dabei die Gründung des Zentrums für Notfallmedizin gesehen.
Für Dr. Clemens Kill und Dr. Reinhard Funck, die gemeinsam die ärztliche Leitung des neu gegründeten Zentrums für Notfallmedizin ausüben, steht fest, dass eine für den deutschen Rettungsdienst insgesamt richtungweisende Struktur ihre Arbeit aufgenommen hat. Beide versichern darüber hinaus, dass das Universitätsklinikum gemeinsam mit dem DRK eine weitere Optimierung in allen Bereichen der Notfallversorgung sicherstellen wird.
Markus Müller