Erster Spatenstich für Rettungswachen-Neubau auf Gelände der Stadtwerke (13. Juli 2006)


Am Donnerstag, den 13. Juli hat der DRK Rettungsdienst Mittelhessen den Baubeginn für ein lange geplantes Bauprojekt gefeiert: Auf dem Gelände der Marburger Stadtwerke wird Seite an Seite mit der Nahverkehrshalle ein 72,5m langes Gebäude entstehen. Während die Fahrzeughalle und die Räume im Erdgeschoss vor allem für die Rettungswache zur Verfügung stehen werden, soll im ersten Stock die Verwaltung der gemeinnützigen GmbH untergebracht werden.

Für Geschäftsführer Markus Müller ist der Neubau ein mehr als denkwürdiges Ereignis: Bereits als Geschäftsführer des vormals privaten Rettungsdienstes MKT setzte er sich für einen Wachenneubau an diesem Standort ein. Eine Untersuchung hatte nachgewiesen, dass dieser Standort ideal für eine Rettungswache ist. Aus verschiedenen Gründen fand sich für die Realisierung des Projektes über 12 Jahre lang keine Mehrheit. „Unsere Mitarbeiter haben viel zu lange unter eigentlich unzumutbaren Bedingungen gearbeitet. Das wird jetzt endlich ein Ende haben,“ so Müller.

Mit dem geplanten Bezug des Neubaus im Dezember wird für Marburg ein neues Wachenkonzept realisiert: Die DRK-Rettungswachen Marburg-Mitte (Deutschhausstraße) und Marburg-Süd (Stephan-Niederehe-Straße) werden aufgelöst und in der neuen Wache zusammengeführt. Ergänzend wird der DRK Rettungsdienst Mittelhessen seinen Standort in der Hauptfeuerwache am Erlenring aufrechterhalten. Zusammen mit der Rettungswache der Johanniter am Afföller sind damit alle strategisch wichtigen Punkte besetzt. Durch die Anbindung an die Stadtautobahn wird künftig sowohl in Marburg-Stadt als auch im Umland eine schnelle Erreichbarkeit von Notfällen gewährleistet sein.

Auch in anderer Hinsicht lässt der Neubau eine deutliche Verbesserung erwarten: So hatten die ungünstigen Bedingungen der Rettungswache Marburg-Süd dazu geführt, dass hier die vorgeschriebene Ausrückzeit von 60 Sekunden häufig nicht eingehalten werden konnte. Dies wird sich durch den Neubau deutlich verbessern.

Die Finanzierung konnte über eine Strukturvereinbarung mit den Verbänden der Krankenkassen sichergestellt werden, in der sich die schon immer vorhandene, konstruktive Zusammenarbeit bewährte, so dass eine für beide Seiten tragbare Lösung gefunden wurde.

Das Gebäude nutzt das zugewiesene Gelände optimal aus und bietet im Erdgeschoss auf rund 1115m² Grundfläche genügend Platz für die Rettungswache mit Fahrzeughalle, einen Schulungsraum und einige Büroräume. Im Obergeschoss stehen 745m² für die Verwaltung zur Verfügung. Hier soll zukünftig auch die Abrechnungsstelle untergebracht werden, die zur Zeit noch in Biedenkopf beheimatet ist.