Trägerstelle für Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst erhält unbefristete Zulassung (07.05.2007)


Junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Rettungsdienst gewinnen, sie pädagogisch begleiten, ihnen unterstützend zur Seite stehen und zwischen den Interessen der Freiwilligen und Einsatzsstellen vermitteln: Dies sind die Aufgaben der FSJ-Trägerstelle beim Marburger Krankenpflegeteam in Marburg. Ihr Ziel ist es, die Akquisition und Betreuung von FSJ-Kräfte im Rettungsdienst optimal zu gestalten. Nun hat die FSJ-Trägerstelle ihre „Probezeit“ überstanden: Nach einer zunächst befristeten Zulassung für ein Jahr hat das Hessische Sozialministerium bestätigt, dass die FSJ-Trägerstelle alle Auflagen erfüllt und weitermachen darf. Somit ist eine unbefristete Fortführung der Aufgaben gewährleistet.

Für die Leiterin der FSJ-Trägerstelle, Anne Leibfried, ist dies ein großer Erfolg. Sie hatte viel Zeit und Energie darauf verwendet, sinnvolle Auswahlverfahren zu etablieren, um zu gewährleisten, dass nur Freiwillige im Rettungsdienst landen, die dafür auch geeignet sind. „Es gibt viele Interessenten, die hoch motiviert sind. Auch im Interesse der Freiwilligen müssen wir im Vorfeld klären, ob ihre Erwartungen und persönlichen Voraussetzungen mit den Erfordernissen des Einsatzdienstes übereinstimmen,“ so Leibfried. Die Bereitschaft zur Arbeit im Team sei ebenso wichtig wie Lernbereitschaft und Einfühlungsvermögen. Eine wichtige Voraussetzung für die anstrengende Arbeit im Einsatzdienst ist auch körperliche Fitness.
Gemeinsam sind wir stark - eine Vertrauensübung im FSJ!

Im ersten Jahr ihres Bestehens hat die FSJ-Trägerstelle zwei Seminargruppen ins Leben gerufen. In Kooperation mit zwei Teamerinnen und weiteren Kollegen aus dem Einsatdienst werden hier gemeinsam mit den Freiwilligen 25 verpflichtende Seminartage gestaltet. Diese Bildungsarbeit ist Teil des Freiwilligenjahres. Die Gruppen des MKT orientieren sich an den Bedürfnissen der Teilnehmer und nehmen die Themen auf, die die Gruppe wünscht, etwa ein Seminar zum Thema Tod und Sterben. Auch Pflichtthemen wie Arbeitssicherheit haben ihren Platz. Durch das eigenständige Vorbereiten von Seminarthemen wird dabei auch die Selbstorganisation der jungen Erwachsenen geschult.

Die begleitenden Seminare sind für die Teilnehmer wichtig, um die Arbeitsanforderungen eines FSJ im Rettungsdienst zu reflektieren und zu bewältigen. Darüberhinaus können die FSJler hier ihre persönlichen Kompetenzen für ihren weiteren beruflichen Werdegang erweitern.

Damit Interessen und Verbesserungsvorschläge der Freiwilligen gebündelt und weitergeleitet werden können, wirken zwei gewählte FSJ-Sprecher/innen im Qualitätszirkel der FSJ-Trägerstelle mit. „Die FSJler können ihre Interessen äußern, Ideen einbringen und sich an der Erarbeitung von Lösungen beteiligen. Das ist wichtig, denn die Wertschätzung gegenüber dem Engagement der Freiwilligen hat einen hohen Stellenwert für ihre Arbeitszufriedenheit. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen für ein Taschengeld engagierte Arbeit leisten und nicht als Arbeitskräfte zweiter Klasse behandelt werden wollen.“