Zufahrt für Rettungsfahrzeuge auf die B 3 a geht in Betrieb (05.03.2007)


Um den Einsatzfahrzeugen des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen ein schnelles Ausrücken in alle Richtungen zu ermöglichen, wurde zusätzlich zu den bestehenden Straßenanbindungen für das Gebiet “Am Krekel” eine neue Zufahrt zur vierspurigen B 3 a geschaffen. Neben der Nahverkehrshalle der Marburger Stadtwerke war 2006 die neue Hauptrettungswache entstanden. Sie ging am 23. Dezember in Betrieb. Der neue Standort war nicht zuletzt aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage gewählt worden.

Durch die neue Auffahrt, die nur für Notfalleinsätze genutzt werden darf, können die Einsatzfahrzeuge von der Rettungswache aus nach nur rund 100 Metern auf die B 3 a in Richtung Gießen gelangen. Dies wird über eine über Funk angesteuerte Beschrankung erreicht, die am Übergang zwischen Privatstraße und B 3 a errichtet wurde. Die Ansteuerung erfolgt direkt zusammen mit dem Notfalleinsatzalarm über die Zentrale Leitstelle. Großformatige Findlinge und eine Einzäunung sichern zusätzlich die Ausfahrt. Die Einsatzorte südlich von Marburg sind damit schnell erreichbar. Über die Südspange werden auch Einsatzorte in anderen Teilen des Einsatzgebietes zügig erreicht. Ausgenommen sind lediglich bestimmte Ziele im Bereich der Marburger Kernstadt. Künftig wird der größte Teil aller Ausfahrten über die neue Autobahnzufahrt erfolgen.

 

 

 

 

 

 

 

 


V.l.n.r. (vordere Reihe) Dipl.-Ing. Karl Gringel (Ingenieurbüro für Bauwesen), Lars Schäfer (Kreisbrandinspektor), Reiner Kegel (Vorsitzender des Bauausschusses im Aufsichtsrat), Robert Fischbach (Landrat Marburg-Biedenkopf), Franz Kahle (Bürgermeister Marburg), Markus Müller (Geschäftsführer), Heiko Hartmann (Betriebsleiter). Im Hintergrund v.l.n.r.: Steffen Bamberger (Amt für Straßen- und Verkehrswesen), Jürgen Wiegand (Stadtwerke Consult GmbH), Gerd Nienhaus (Fachdienst Rettungsdienst im Landkreis Marburg-Biedenkopf), Dr. Clemens Kill (Medizinischer Leiter)
 

Dank unbürokratischer Hilfestellung seitens des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Marburg und vor allem der Stadtwerke Marburg, über deren Betriebsgrundstück sowohl die Rettungswache erschlossen als auch die neue Zufahrt zur B 3 a geführt wird, gelang es, die Planung und Ausführung der Baumaßnahme in nur knapp vier Wochen abzuwickeln. Dabei wurde eine rund 40 Meter lange und 5 bis 7 Meter breite Straße bis zum Anschluss an den Standstreifen der B 3 a gebaut. Zuvor wurde ein rund 25 Meter langer Durchlass für die Durchleitung des Oberflächenwassers der B 3 a hergestellt.

Bei geeigneter Witterung sollen noch Markierungsarbeiten an der B 3a ausgeführt werden. Dazu werden Schrägstichgatter als Sperr-flächenmarkierung und eine Blockmarkierung für die rund 150 Meter lange Einfädelungsspur aufgebracht. Durch die Nutzung der Standspur als Einfädelungsspur fallen keine Straßenbauarbeiten an der B 3 a an.
Die Kosten der Baumaßnahme betragen rund 55.000 Euro. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Finanzierung dieses Projektes. Hier brachten sich neben dem DRK-Rettungsdienst Mittelhessen auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Rettungsdienstträger und die Universitätsstadt Marburg ein. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen konnte auf seine Gebühren verzichten, da die Baumaßnahmen in öffentlichem Interesse erfolgten. So konnte dieses besondere Projekt in einer bisher einmaligen Weise kooperativ finanziert werden.

 
 







 

 

 



Die Schranke wird per Fernbedienung von der Fahrzeughalle aus geöffnet.