Bereits zum siebten Mal fand am 18. und 19.01.2008 im Universitäts-Klinikum Lahnberge in Marburg ein Rettungsdienstsymposium als Fachfortbildung für rund 200 Rettungsdienstmitarbeiter, Notärzte und interessiertes Fachpersonal statt. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde diese Veranstaltung als „Mittelhessisches Rettungsdienstsymposium“ gemeinsam von den Universitätsklinikums-Standorten Marburg und Gießen sowie vom DRK Rettungsdienst Mittelhessen, dem JUH Regionalverband Gießen und den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen gemeinsam veranstaltet.
In seiner Begrüßung unterstrich Landrat Robert Fischbach die Bedeutung der Veranstaltung. Vor dem Hintergrund des erreichten hohen Leistungsniveaus trage das Symposium dazu bei, die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Landrat Willi Marx stellte in seinem Grußwort fest: „Professionelles Retten braucht professionelle Menschenketten“ und dankte allen Organisationen für ihr Engagement auf diesem Gebiet. Im Gespräch mit den Verantwortlichen machte er deutlich, dass das nächste Rettungsdienst-Symposium im Jahr 2009 im Landkreis Gießen stattfinden kann.
Ein mahnendes Schlusswort kam von Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen. Er übte Kritik an der Entwicklung, die der Rettungsdienst in Hessen nehme. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen – bestimmt durch Erlasse und Verordnungen aus der Landesregierung – sei eine Situation entstanden, die einer sachgerechten Weiterentwicklung des Rettungsdienstes im Wege stehe. Umso positiver bewertete Müller das Symposium. „Die gemeinsame Handlungsrahmen von Uniklinikum, Landkreisen und Rettungsdiensten beweist, dass das Potenzial für Innovationen bei uns vorhanden ist.“
Unter der Überschrift „Von anderen lernen: Systempotenziale im Rettungsdienst“ hielten namhafte Referenten aus dem In- und Ausland am Samstag Vorträge über die Notfallversorgung in Deutschland sowie dem europäischen Ausland. Bereits am Freitagnachmittag fanden Workshops zum praktischen Training verschiedenster wichtiger notfallmedizinischer Techniken statt.
„Die Notfallmedizin in Europa ist höchst unterschiedlich organisiert und jedes dieser Systeme hat besondere Vorzüge. Ziel dieser Veranstaltung ist der Austausch über diese Konzepte, um von den positiven Erfahrungen anderer lernen zu können“ so Dr. Clemens Kill, Geschäftsführender Ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfallmedizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg. Organisiert wurde das Symposium vom Qualitätszirkel Notfallmedizin, einem gemeinsamen Gremium zur notfallmedizinischen Qualitätssicherung in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen.
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