DRK-Bildungszentrum führt Ausbildungsabschlussübung für Rettungsassistenten-Vollzeitkurs durch 
 

Die Versorgung von Schwerverletzten nach einem Unfall wurde von Absolventen der Rettungsassistentenausbildung geübt Am Samstag, dem 28. Juni führte das DRK-Bildungszentrum zum siebten Mal eine Ausbildungsabschlussübung für die Absolventen ihrer Rettungsassistentenausbildung durch. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr der Großgemeinde Weimar wurde die Übung auf bewährtem Niveau vorbereitet. Die 19 Auszubildenden des Rettungsassistenten-Vollzeitkurses des DRK Bildungszentrums Marburg hatten an diesem Tag die Gelegenheit, das Thema Großschadensfall praktisch kennen zu lernen und sich ein realistisches Bild davon zu verschaffen, was in so einem Fall im Einsatzdienst verlangt wird. Großschadenslagen unterscheiden sich von normalen Einsatzsituationen durch den hohen Stressfaktor und Besonderheiten der Arbeitsorganisation. Es hat sich als fruchtbar für die Ausbildung erwiesen, diese Situation im geschützten Rahmen einer Ausbildungsübung erleben und bewerten zu können.

Ein Schulgebäudebrand mit Bergung von Verletzten wurde nachgestelltLeiter der Übung war Dirk Schrey, Bereichsleiter beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen. Er hatte sie in Zusammenarbeit mit Dozenten des Bildungszentrums, dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen, Harald Schulz als Fachberater in der Vorbereitung bei Feuerwehrbezogenen Fragen und der Freiwilligen Feuerwehr der Großgemeinde Weimar geplant und vorbereitet.

Zwei unterschiedliche Szenarien waren vorbereitet worden: Am Vormittag stand ein Schulgebäudebrand auf dem Programm. Die Gesamtschule in Niederwalgern stellte dafür ihr Schulgelände zur Verfügung. Hier galt es, mehrere „Schwerverletzte“ zu versorgen. Am Nachmittag befassten sich die Teilnehmer mit einem spektakulären Unfall: Bei einem illegalem Autorennen war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem auch Zuschauer verletzt wurden.

Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen stellte für beide Übungen zahlreiche Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, u. a. fünf Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zwei Leitungsfahrzeuge für den Leitungsdienst des Landkreises Marburg Biedenkopf sowie ein Logistikfahrzeug für das Einsatzmaterial.

Die Großgemeinde Weimar mit ihren einzelnen Gemeindewehren beteiligte sich mit rund zehn Fahrzeugen und etwa 50 Einsatzkräften. Beim Szenario „Schulgebäudebrand“ waren die Feuerwehren Wenkbach, Oberweimar und Niederwalgern beteiligt. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Daniel Muth hatte die Einsatzleitung inne. Am Szenario „Verkehrsunfall“ beteiligten sich die Feuerwehren von Argenstein und Niederweimar. Einsatzleiter war Oliver Grün, Fachgebietsleiter für technische Unfallrettung der Feuerwehr Weimar.

Wichtiges Element war auch eine detaillierte Nachbesprechung der Übung, die in ihrem gesamten Verlauf von sechs Dokumentatoren begleitet wurde. Konnte jeder mit dem maximalen psychischen und physischen Stress umgehen? War koordiniertes Arbeiten möglich? An welchen Stellen muss jeder Einzelne noch an sich arbeiten? Diese Fragen standen bei der Auswertung im Vordergrund.

Das DRK Bildungszentrum Marburg bedankte sich sehr für die Unterstützung der Feuerwehr Weimar und des Leitungsdienstes des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Ohne diese Zusammenarbeit und Unterstützung, so Übungsleiter Schrey, sei die Planung und Durchführung solcher Szenarien nicht realitätsnah durchführbar.

Der Beruf des/der Rettungsassistent/in befähigt in erster Linie dazu, selbstständig lebensbedrohliche Erkrankungen oder Verletzungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten bzw. durchzuführen. Das erfordert eine intensive notfallmedizinische Ausbildung. Der nächste Ausbildungskurs am DRK Bildungszentrum Marburg beginnt am 22.09.2008.
Nähere Infos zur Ausbildung finden sich unter: www.bz-marburg.de