DRK Rettungsdienst Mittelhessen befragt seine Patienten
In den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen, vereinzelt auch darüber hinaus, haben in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe von Bürgern Post vom DRK Rettungsdienst Mittelhessen bekommen. Verschickt wurden insgesamt 1.500 Fragebögen, mit denen das Unternehmen mehr über die Zufriedenheit seiner Patienten in Notfallrettung und qualifiziertem Krankentransport erfahren möchte.
Die Befragung ist anonym, eine Rückführbarkeit der beantworteten Fragen auf einzelne Personen oder Einsätze ist nicht möglich. Für die Befragung wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen die reinen Adressdaten von den einsatzbezogenen, medizinischen Daten getrennt. Hierdurch ist es nicht mehr möglich, nachzuvollziehen, was nach dem Einsatz aus den Patienten geworden ist. Ist jemand nicht mehr ansprechbar oder gar verstorben, kann ihn somit trotzdem ein Brief erreichen, wenn er für die Stichprobenerhebung im Zufallsverfahren ausgelost wurde. „Dafür,“ so Betriebsleiter Heiko Hartmann, „müssen wir bereits vorab um Verständnis bitten.“
Hartmann unterstreicht: „Für die Arbeit im Einsatzdienst ist es wichtig, sich auch Rückmeldungen von unseren Patienten zu holen. Sie sind diejenigen, die den Einsatz unmittelbar erleben. Bei der Weiterentwicklung unserer Dienstleistung muss darum auch die Patientensicht einbezogen werden, so wie wir es bereits mit der letzten Befragung getan haben.“
Bei einer Befragung, die das Unternehmen 2006 durchgeführt hatte, war deutlich geworden, dass je nach Alter, Geschlecht oder weiteren Merkmalen die Anforderungen des Patienten an die Einsatzdienstmitarbeiter durchaus unterschiedlich sind, so dass man von verschiedenen „Patiententypen“ sprechen kann.
2007 waren diese Erkenntnisse in die Pflichtfortbildung für das Personal im Einsatzdienst eingegangen. Ziel der Schulung war die Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, dass ein einfühlsamer Umgang mit einem Patienten nicht für jeden das Gleiche bedeutet und dass es notwendig ist, auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen.
Um eine unabhängige und neutrale Auswertung der Fragebögen zu gewährleisten, wurde mit den Analysen der zurückgesendeten Fragebögen das Unternehmen RUN – Rettungswesen und Notfallmedizin beauftragt.