DRK Rettungsdienst Mittelhessen und Feuerwehr Kirchhain übten gemeinsam

Am Freitag, dem 27. Juni fand für die sogenannten „Rettungsassistenten im Praktikum“ und die Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) eine Übung in Kirchhain statt. Ziel war es, den Beteiligten die Gelegenheit zu geben, zusätzliche Erfahrungen zu sammeln und die Abläufe bei einem größeren Schadensereignis praktisch kennenzulernen. Organisiert wurde die Übung von Stephan Grosch, der als Verantwortlicher Lehrrettungsassistent (VLRA) für die Rettungswachen des DRK Rettungsdienst Mittelhessen im Ostkreis zuständig ist, also Kirchhain, Stadtallendorf, Neustadt und Hachborn.
Die Übung fand in Kirchhain in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr statt, die sich mit 12 Einsatzkräften und mehreren Einsatzfahrzeugen beteiligte. Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen war mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort, drei Rettungsassistenten im Praktikum, drei FSJ-Kräfte, zwei Notärzte in Ausbildung und ein Rettungsassistent waren beteiligt.
Ein Verkehrsunfall mit dem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge wurde nachgestellt. Drei „Verletzte“ – allesamt eingeklemmt - waren zu versorgen. Erschwerend kam hinzu, dass für zwei der Verletzten mit einer instabilen Kreislaufsituation eine sogenannte „schnelle Rettung“ notwendig war. Diese wurde von der Feuerwehr mit Schneide- und Spreizwerkzeugen durchgeführt. Für die Nachwuchskräfte des DRK Rettungsdienst Mittelhessen war die Übung somit nicht nur notfallmedizinisch eine Herausforderung, sondern auch eine gute Gelegenheit, das Zusammenspiel mit der Feuerwehr und die Übernahme von Patienten praktisch zu erproben. Auch bei der Versorgung des dritten Patienten ging es darum, die Zusammenarbeit zu trainieren: Aufgrund einer Wirbelsäulenverletzung wurde hier eine sogenannte „schonende Rettung“´durchgeführt, die wiederum andere Anforderungen an Rettungsdienst und Feuerwehr stellte.
Die abendliche Übung schloss mit einem Auswertungsgespräch ab. Alle Beteiligten waren sich einig: Die Übung hatte einen hohen praktischen Nutzwert für jeden Beteiligten. Zudem trug sie dazu bei, die Zusammenarbeit mit der heimischen Feuerwehr zu intensivieren und die Arbeitsabläufe zu optimieren.