DRK Rettungsdienst Mittelhessen stellt neuen Fuhrpark in Dienst

Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen werden im Juli und August 35 Rettungswagen und sechs Notarzteinsatzfahrzeuge in Dienst gestellt. Im Beisein von Landrat Robert Fischbach stellte das Unternehmen am 30. Juni einen Teil der neuen Fahrzeuge vor, die sukzessive in Dienst gestellt werden sollen. Alle drei Jahre tauscht der DRK Rettungsdienst Mittelhessen seinen Fuhrpark aus.
Von den zuständigen Fachabteilungen in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen sind die Fahrzeuge bereits überprüft und freigegeben worden. Robert Fischbach, Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf, unterstrich bei der Vorstellung der Fahrzeuge: „Es ist wichtig, dass die Menschen, die im Rettungsdienst arbeiten, dies unter vernünftigen Rahmenbedingungen tun können. Hierzu gehören auch eine zeitgemäße technische Ausstattung und moderne Einsatzfahrzeuge. Der Einsatz moderner Fahrzeuge ist auch für die Bürger in unserem Kreis ein Mehr an Sicherheit im Einsatzfall.“
Beim Grundfahrzeugtyp für die Rettungsfahrzeuge greift das Unternehmen zum zweiten Mal auf den Renault Master zurück. „Wir haben bei unserer letzten Fahrzeuggeneration sehr gute Erfahrungen mit Renault gemacht,“ erklärt dazu Geschäftsführer Markus Müller. Der Innenausbau wurde jedoch nicht unverändert übernommen. Das Unternehmen legt Wert darauf, ausgehend von den Erfahrungen der Einsatzdienstmitarbeiter den Innenausbau regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Ein vollständig ausgebauter Prototyp rotierte darum im Frühjahr für einige Wochen über die Wachenstandorte und wurde von den Mitarbeitern getestet. Ihre Rückmeldungen gingen in das endgültige Innenausbaukonzept ein.
Mit dem Fahrzeug wurde die notfallmedizinische Ausstattung umfassend erneuert. Weiterhin wurde mehr Stauraum dafür geschaffen, ebenso mehr Arbeitsfläche für das Personal. Um die Geräuschbelastung im Innenraum zu reduzieren, wurde die elektronische Sirene nicht mehr auf dem Dach, sondern in der vorderen Stoßstange platziert.
Zeitgleich werden sechs neue Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) des Typs Renault Espace in Dienst gestellt, die an Standorten Marburg, Gießen, Kirchhain und Wolfgruben zum Einsatz kommen werden. Zwei Fahrzeuge dienen als Einsatzreserve.
Gemeinsam mit der Firma Auto-Schach aus Wetzlar-Dutenhofen wurde ein neues Innenausbaukonzept entwickelt. Die Geräteausstattung des Fahrzeugs wurde erweitert. Neu hinzugekommen sind der „Autopulse“, ein Gerät zur automatischen Herzdruckmassage, ein Videolaryngoskop, das eine bessere Einsicht im Luftröhrenbereich ermöglicht sowie ein neues Beatmungsgerät, das viele Beatmungsformen ermöglicht. Dazu Markus Müller: „Unsere notfallmedizinische Ausstattung hat damit klinischen Standard.“