DRK Rettungsdienst Mittelhessen weiht neue Rettungswache in Kirchhain ein

Am 10. September 2009 wurde die neue Rettungswache in Kirchhain feierlich eingeweiht. Die Wache war bereits am 26. August zum Nachtdienst in Betrieb genommen worden. Sie bietet eine optimale Verkehrsanbindung und verbesserte Räumlichkeiten.
In der Fahrzeughalle fanden alle bequem Platz. In angenehmer Atmosphäre begrüßte zunächst Jürgen Roth, Geschäftsführer von Roth Agrarhandel, die Gäste. Als Privatinvestor hatte er den Neubau der Wache finanziert und ist nun der Vermieter. Die dauerhafte Nutzung als Rettungswache ist durch eine Sicherstellungsvereinbarung mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gesichert. Weitere Grußworte von Kirchhainer Bürgermeister Kirchner, Landrat Fischbach und von Günther Ohlig (Teamleiter Rettungsdienst beim DRK Landesverband Hessen) folgten.
Im Anschluss übergab zunächst Markus Müller ein Spineboard, Spineboards
können alternativ zur klassischen Schaufeltrage eingesetzt werden, wenn es um die Rettung von Unfallpatienten mit Rückenverletzungen geht und eine First-Respondertasche an die

Kirchhainer Feuerwehr - als Dank für die provisorische Unterkunft der Wache in ihren Räumen. Danach fand eine symolische Schlüsselübergabe statt.
In gut fünf Monaten Bauzeit - der erste symbolische Spatenstich für den Neubau der DRK-Rettungswache in Kirchhain war am 9. März dieses Jahres - entstand auf dem Gelände der Firma Agrarhandel Roth in der Alsfelder Straße die neue Wache mitsamt Fahrzeughalle. Die Firma Roth ist Investor und Bauherr für den Neubau. Im Vorfeld war mit dem Landkreis eine Nutzungsvereinbarung getroffen worden. Sie garantiert, dass das Gebäude auf dem Firmengelände mindestens 25 Jahre lang als Rettungswache genutzt werden kann. Gleichzeitig legte der Landkreis als Rettungsdienstträger auch gegenüber den Kostenträgern (Krankenkassen) diesen Standort verbindlich fest.
Für den Kirchhainer Standort endet damit ein Provisorium: Bereits Ende September 2008 war die Rettungswache

vorübergehend in den nahe gelegenen Feuerwehrstützpunkt verlegt worden, nachdem sie zuvor 16 Jahre lang im ehemaligen EAM-Gebäude am Festplatz untergebracht war. Der Grund: Das Gebäude am Festplatz musste einem Einkaufszentrum mit einem Ärztehaus weichen.
Das neue Grundstück zeichnet sich durch seine hervorragende Lage aus. Der Wachenneubau selbst bringt optimale Arbeits-, Aufenthalts- und Ausrückbedingungen für die Einsatzdienstmitarbeiter mit.Geräumig, hell und verkehrsgünstig gelegen, reiht sich das moderne Gebäude in andere Neubauten ein, die der DRK Rettungsdienst Mittelhessen in den letzten Jahren realisiert hat. Auf rund 216 m² Fläche bietet das ebenerdige Gebäude ein Raumprogramm, das den Anforderungen des Einsatzdienstes voll entspricht. Angegliedert ist eine Fahrzeughalle mit rund 93 m² Fläche. Wie bisher sind am Kirchhainer Standort ein Rettungsfahrzeug und ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert. Über eine gesonderte geschaffene Alarmausfahrt, kann direkt auf die Alsfelder Straße gefahren werden. Diese Maßnahme wurde auch durch den Landkreis unterstützt.

„Als Träger des Rettungsdienstes ist uns sehr daran gelegen, dass die Wachen gute Standorte aufweisen. Das ist hier in jedem Fall gegeben. Ich möchte zudem auch für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem DRK-Mittelhessen bedanken“, sagte Landrat Robert Fischbach vor Ort.
Die Planung des Bauprojektes lag in den Händen der Firma ARTEC Architekten, die für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen bereits andere Wachenprojekte geplant und begleitet hat. Die Realisierung des Baus übernimmt die Firma MaStab (Marburger Stahlbau).
Ein kleines Extra weist die Kirchhainer Wache auf: Im Außenbereich der Wache ist ein Klingelknopf installiert, über den Hilfesuchende telefonisch mit der Zentralen Leitstelle verbunden werden können. Aufgrund der exponierten Lage der Wache wird davon ausgegangen, dass es gelegentlich vorkommen wird, dass Notfallpatienten direkt zur Wache kommen anstatt über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst zu alarmieren. Da die Rettungswache aufgrund des hohen Einsatzaufkommens – es werden rund 2.000 Einsätze pro Jahr erbracht - häufig nicht besetzt ist, soll auf diese Weise gewährleistet werden, dass Patienten im Notfall über die Leitstelle schnelle Hilfe erhalten.