FSJler erproben ihre sozialen Kompetenzen

Grundschüler der Emil-von-Behring-Schule lassen sich den Sauerstoffgehalt des Blutes messenAls selbst gewähltes Thema im Rahmen des pädagogischen Begleitprogramms der FSJ-Trägerstelle hatten sich Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres am 27. Januar für einen Besuch in zwei Kindergärten in Gießen und in einer Grundschule in Marburg entschieden. Ziel war es, ihre sozialen Kompetenzen zu erproben.
Rund 17 Kindergartenkinder aus Gießen-Wieseck im Alter zwischen vier und sechs Jahren bekamen in altersgerechten Übungen erstes Grundwissen zum Thema „Verhalten im Notfall.“ vermittelt. Die Kinder erfuhren, wie man sich in Notfallsituationen richtig verhält und übten auch das Absetzen eines Notrufes. Mit Staunen verfolgten sie, wie scheinbar mühelos die FSJler den 18 Kilo schweren Notfallkoffer auf dem Rücken trugen, der bei jedem Einsatz dabei ist. Ohne Scheu testeten die Kinder Verbandspäckchen, Stethoskop und EKG-Gerät.
Auch für rund 15 Kinder im Vorschulalter des Kindergarten der Stephanus-Gemeinde in Gießen sollte es ein spannender Tag werden. Die Kinder, die besonders konzentriert und aufnahmefähig waren, bekamen von den FSJlern ebenfalls erstes Wissen zum Thema „Verhalten im Notfall“ vermittelt.
Eine Halsmanschette wird angelegtFür 43 Grundschüler der Marburger Emil-von-Behring Schule stand der Besuch der FSJler ebenfalls auf dem Plan. Hier gab es neben der Vermittlung des Themas „Verhalten im Notfall“ zum Abschluss noch ein Pflaster-Diplom.
Das eigentliche Highlight in allen drei Einrichtungen war jedoch die Besichtigung eines Rettungswagens. Mit Begeisterung probierten die Kinder die Fahrtrage und den Tragestuhl aus und stellten viele Fragen zur Ausstattung und zu den Geräten. Eine Urkunde über die Teilnahme an der Veranstaltung rundete den gelungenen Nachmittag ab.
Anke Röse, pädagogische Mitarbeiterin der FSJ-Trägerstelle beim MKT und Teamer Cornelius Thielmann, Rettungsassistent beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen, waren vor Ort, um „ihren“ FSJlern „über die Schulter zu schauen.“ Mit Erfolg: Mit viel Lebendigkeit und Spaß stellten die FSJler unter Beweis, dass sie hier „etwas drauf“ haben, so Röse.

Jährlich absolvieren beim DRK Rettungsdienst rund 50 junge Erwachsene ein Freiwilliges Soziales Jahr. Es vermittelt den Teilnehmern einen Einblick in den Arbeitsalltag und die Tätigkeitsfelder, die der Beruf der/des Rettungsassistenten/in beinhaltet. In einem umfangreichen, pädagogischen Seminarprogramm erhalten die FSJler eine qualifizierte Begleitung durch das ganze Jahr.