Klapperstorch kam in Rettungswagen

Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz hatten am letzten Samstag im Mai zwei Mitarbeiter des DRK Rettungsdienst Mittelhessen auf der Nordseeinsel Langeoog. Auf der Fahrt zum Hubschrauberlandeplatz wurde das Rettungswagenteam zum Geburtshelfer. Die Tochtergesellschaft des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, MKT, erbringt für den Landkreis Wittmund die rettungsdienstlichen Leistungen auf den Nordseeinseln Langeoog und Spiekeroog. Im Zwei-Wochen-Rhythmus reisen die „hessischen“ Kollegen auf die Nordseeinseln und unterstützen die Mitarbeiter vor Ort. Für die Mitarbeiter ist dieser Dienst eine willkommene Abwechslung zum Regelalltag.

Als die Mitarbeiter zum Einsatz gerufen worden sah alles noch nach einem ganz routinemäßigem Transport aus. Eine werdende Mutter lag in der 40. Schwangerschaftswoche in den Wehen und wollte ihr Kind in der Klinik auf dem Festland zur Welt bringen. Laut Hausarzt war noch genügend Zeit, die Wehen kamen in regelmäßigen leichten Abständen. Sicher würde sich die Geburt noch über Stunden hinziehen. Also massenhaft Zeit die werdende Mutter mit dem Rettungswagen zum Hubschrauberlandeplatz zu fahren, wo sie dann per Hubschrauber ins nächste Krankenhaus auf dem Festland geflogen werden sollte. Doch die Straßen auf Langeoog sind nicht die besten. Die Geburt kam in Gang und plötzlich hatte es das Baby ganz eilig um auf die Welt zu kommen.

Die Notärztin des Hubschraubers brauchte bei ihrer Ankunft nur noch die Nabelschnur durchtrennen. Die kleine Amelie und ihre Mutter haben die Entbindung gut überstanden. Amelie ist damit eine waschechte Insulanerin.