Präsentation eines Babynotarztwagens beim Tag des Frühgeborenen
Erstmalig fand in diesem Jahr der „Tag des Frühgeborenen“ statt. Um auf die spezielle Situation von Frühgeborenen und ihren Eltern aufmerksam zu machen und über die Möglichkeiten der Versorgung zu informieren, hatte das Marburger Universitätsklinikum am 17. November zu einer Veranstaltung eingeladen.
Auch der DRK Rettungsdienst Mittelhessen informierte in diesem Rahmen über seinen Babynotarztwagen. Rettungssanitäter Sven Kötter vom DRK Rettungsdienst Mittelhessen erläuterte den interessierten Besucher und Besucherinnen vor allem den Inkubator, der im Babynotarztwagen im Einsatz ist.
"Rund 400 Babys brauchen alleine in Marburg alljährlich eine intensiv medizinische Betreuung", sagte Professor Rolf F. Maier, Leiter der Kinderklinik. Etwa 50 davon kommen laut Maier als Frühchen auf die Welt. Am häufigsten leiden die Frühchen an Atemstörungen. In Deutschland insgesamt seien es rund 10 Prozent aller Kinder - also etwa 8000 im Jahr - die als Frühgeburten auf die Welt kommen.
MKT, Tochtergesellschaft des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, hält seit vielen Jahren einen Baby-Intensivtransportwagen vor. 2006 wurde ein neues Konzept in Kraft gesetzt. So wird eines von drei identisch ausgestatteten, luftgefederten Spezialfahrzeugen als Baby-Intensivtransportwagen immer genutzt. Ergänzt durch einen MKT eigenen Intensiv-Transportinkubator steht das Fahrzeug rund um die Uhr für die Erstversorgung und den Transport von Früh- und Neugeborenen bereit. Je zwei weitere Fahrzeuge und Inkubatoren können im Bedarfsfall zusätzlich eingesetzt werden. Diese beiden Fahrzeuge sind jedoch vorrangig für den komfortablen Krankentransport auf langen Strecken vorgesehen.
Das DRK-Krankenhaus Biedenkopf, das Diakoniekrankenhaus Wehrda, die Hessenklinik Korbach und das Kreiskrankenhaus Frankenberg finanzieren teilweise die kinderärztliche Rufbereitschaft für das Fahrzeug. Für diese peripheren Geburtskliniken stellt der Baby-Intensivtransportwagen eine wichtige Rückfallebene in kritischen Situationen dar.