Schüler der Martin-Luther-Schule informieren sich zu Freiwilligem Sozialen Jahr

Was kommt nach der Schule? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Donnerstag, dem 5. Februar rund 80 Schüler der 13. Jahrgangsstufe an der Marburger Martin-Luther-Schule (MLS). Auf Initiative des „Powi“-Lehrers Herbert Opper war eine Informationsveranstaltung mit dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen und der DRK Schwesternschaft Marburg zustandegekommen. Beide Organisationen bieten jedes Jahr für viele junge Leute die Möglichkeit an, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren.
Am Anfang der Veranstaltung stand eine allgemeine Einführung. Im FSJ wird ein freiwilliger, ganztägiger Hilfsdienst in einer gemeinwohl-orientierten Einrichtung geleistet. Es richtet sich an junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren. Ein FSJ wird in vielen Bereichen als Praktikum anerkannt und auch als Wartezeit auf einen Studienplatz angerechnet. Das Freiwilligenjahr wird mit 25 pädagogischen Seminartagen begleitet. Sie sollen helfen, die Arbeit an der Einsatzstelle zu reflektieren, aber auch die eigenen, sozialen Kompetenzen verbessern.
Im Anschluss stellte der DRK Rettungsdienst Mittelhessen das FSJ im Rettungsdienst vor. Wer sich für diese Möglichkeit entscheidet, arbeitet nach einer Grundausbildung im Einsatzdienst mit – natürlich immer im Team mit erfahrenen Kollegen. Neben notfallmedizinischem Wissen sind Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen von großer Bedeutung. Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen setzt FSJler auf 19 Rettungswachen in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen ein.
Die DRK Schwesternschaft Marburg bietet ein FSJ im pflegerischen und pädagogischen Bereich an. Die Einsatzfelder sind in der Altenhilfe, im Klinikbereich und in der Psychiatrie, sowie in Kindertagesstätten, Schulen und Förderschulen und der Kinder- und Jugendhilfe. Zur praktischen Anschauung hatte Petra Fischer von der Schwesternschaft Pflegepuppen mitgebracht, mit deren Hilfe es möglich war, eine genauere Vorstellung davon zu erhalten, was ein FSJ in der Pflege bedeutet. Kristin Wutzke, FSJ Helferin an einer Förderschule, konnte interessierten Schülern aus ihrem Tätigkeitsfeld dort berichten.
Auch der DRK Rettungsdienst Mittelhessen ließ das FSJ praktisch erfahrbar werden: Die FSJler Alexander Plog und Benjamin Bivol hatten einen Rettungswagen mitgebracht. So konnten die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsplatz eines Rettungsassistenten kennen lernen.
Jürgen Udo Pfeiffer, Schulleiter der MLS, freute sich, dass die Veranstaltung zustande gekommen war. „Es ist zeitgemäß und ein absolutes Muss, als weiterführende Schule Angebote zur Berufsorientierung zu machen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist dabei eine von vielen Möglichkeiten, die unsere Schüler jetzt kennengelernt haben.“ Zur Berufsorientierung bietet die MLS unter anderem tätigkeitsorientierte Praktika in den Klassen 9 und 12 an. Sie sollen – ebenso wie eine kontinuierliche Beschäftigung mit den Themen Studium und Beruf – helfen, eigene Strategien für die Zeit nach der Schule zu entwickeln.
Nähere Informationen zum FSJ im Rettungsdienst gibt es bei:
FSJ-Trägerstelle beim MKT,
Postfach 1720, 35007 Marburg, Telefon: 06421 /9502-53 und-54,
E-Mail: fsj-zivi@rdmkt.de
Ansprechpartner: Anne Leibfried und Anke Röse
Nähere Informationen zum FSJ über die DRK Schwesternschaft:
DRK Schwesternschaft Marburg e.V.
Deutschhausstraße 25, 35037 Marburg, Telefon: 06421 /6003-131 oder 6003-165,
Web: www.drk-schwesternschaft-marburg.de
E-Mail: fsj@drk-schwesternschaft-marburg.de
Ansprechpartner: Christiane Kempf , Anne-Gret Steih und Petra Fischer
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