Vorstellung neuer Fahrzeuge des DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Gießen

V.l.n.r.: Stephan Windolf, Dr. Dr. von Rechenberg (ärtzlicher Leiter des Landkreises), Heiko Hartmann, Michael Hartmann, Horst Jeckel (Fachdienst Rettungsdienst beim Landkreis), Dirk Oßwald (Erster Kreisbeigeordneter), Ulrich Monz (Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung), Peter Wolf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen werden im Juli und August 35 Rettungswagen und sechs Notarzteinsatzfahrzeuge in Dienst gestellt. Im Beisein vom Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Oßwald stellte das Unternehmen am 16. Juli einen Teil der neuen Fahrzeuge vor, die bis Ende August sukzessive in Dienst gestellt werden sollen. Die Fahrzeuge kommen auf 19 Rettungswachen in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf zum Einsatz. Alle drei Jahre tauscht der DRK Rettungsdienst Mittelhessen seinen Fuhrpark aus.

Von den zuständigen Fachabteilungen in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf sind die Fahrzeuge bereits überprüft und freigegeben worden. Oßwald unterstrich bei der Vorstellung der Fahrzeuge vor dem Gießener Landratsamt: „Für die Versorgung der Bevölkerung in unserem Landkreis ist es wichtig, dass moderne Einsatzfahrzeuge und eine zeitgemäße technische Ausstattung zur Verfügung stehen.“

Beim Grundfahrzeugtyp für die Rettungsfahrzeuge greift das Unternehmen zum zweiten Mal auf den Renault Master zurück. „Wir haben bei unserer letzten Fahrzeuggeneration sehr gute Erfahrungen mit Renault gemacht“, erklärt dazu Geschäftsführer Markus Müller. Der Innenausbau wurde jedoch nicht unverändert übernommen. Das Unternehmen legt Wert darauf, ausgehend von den Erfahrungen der Einsatzdienstmitarbeiter den Innenausbau regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Ein vollständig ausgebauter Prototyp rotierte darum im Frühjahr für einige Wochen über die Wachenstandorte und wurde von den Mitarbeitern getestet. Ihre Rückmeldungen gingen in das endgültige Innenausbaukonzept ein.

Mit dem Fahrzeug wurde die notfallmedizinische Ausstattung umfassend erneuert. Weiterhin wurde mehr Stauraum dafür geschaffen, ebenso mehr Arbeitsfläche für das Personal. Um die Geräuschbelastung im Innenraum zu reduzieren, wurde die elektronische Sirene nicht mehr auf dem Dach, sondern in der vorderen Stoßstange platziert.

Zeitgleich werden sechs neue Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) des Typs Renault Espace in Dienst gestellt, die an den Standorten Gießen, Marburg, Kirchhain und Wolfgruben zum Einsatz kommen werden. Zwei Fahrzeuge dienen als Einsatzreserve.

Gemeinsam mit der Firma Auto-Schach aus Wetzlar-Dutenhofen wurde ein neues Innenausbaukonzept entwickelt. Die Geräteausstattung des Fahrzeugs wurde erweitert. Neu hinzugekommen sind der „Autopulse“, ein Gerät zur automatischen Herzdruckmassage, ein Videolaryngoskop, das eine bessere Einsicht im Luftröhrenbereich ermöglicht sowie ein neues Beatmungsgerät, das viele Beatmungsformen ermöglicht. Dazu Markus Müller: „Unsere notfallmedizinische Ausstattung hat damit klinischen Standard.“