Wanderausstellung zu Intensivtransport in der
Hessischen Berglandklinik Koller eröffnet

V.l.n.r.: Dr. Karsten McGovern (1. Kreisbeigeordneter), Dr. Clemens Kill (DRK Rettungsdienst Mittelhessen), Claudia Koller (Berglandklinik), Markus Schäfer (Bürgermeister Bad Endbach) und Karl-Friedrich Salzmann (DRK Rettungsdienst Mittelhessen)Die Geschichte des Intensivtransports in Mittelhessen ist jetzt in einer Ausstellung aufbereitet worden. Eröffnet wurde sie am Dienstag, dem 13.10.2009 im Café Dennoch der Hessischen Berglandklinik Koller in Bad Endbach. Sie wird dort noch bis zum 25. Oktober zu sehen sein und in den Folgemonaten auch in anderen hessischen Kliniken gezeigt werden. Die Ausstellung richtet sich an behandelnde Ärzte und Pflegepersonal, aber auch an Patienten und Besucher der Krankenhäuser. Ihr Ziel ist es, über eine High-Tech-Dienstleistung zu informieren, die eine Versorgungslücke schließt und Leben rettet.

Kliniksleiterin Claudia Koller eröffnete im Beisein von Dr. Karsten McGovern, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und dem Bad Endbacher Bürgermeister Markus Schäfer die Ausstellung.

Der erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern hob hervor, dass dieses System insbesondere für die Landkreise in Mittelhessen im Einsatz sei, aber auch darüber hinaus zur Verfügung stehe und zum Einsatz komme. Er freute sich, „dass MKT und Landkreis schon frühzeitig die Notwendigkeit dieser speziellen rettungsdienstliche Leistung erkannt haben und seit 1996 die umliegenden Landkreise durch öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit ins Boot geholt haben“.

DRK Rettungsdienst Mittelhessen Mitarbeiter, Michael Pech, erläutert Ärzten und Pflegepersonal Geräte und eine IntensivtrageMit einem 24-Stunden-Fahrzeug in Gießen und einer Wochentagsvorhaltung in Marburg ist fast immer ein solches Spezialrettungsmittel verfügbar.

Dr. Clemens Kill, Leitender Arzt für das System, unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung von Intensivtransporten für die Patientenversorgung. Im Anschluss lud er zur Besichtigung eines Intensivtransportwagens ein, der anlässlich der Ausstellungseröffnung bereitstand.
Die Ausstellung dokumentiert die Entstehung und Weiterentwicklung eines Systems, das Patiententransporte möglich macht, die früher nicht denkbar waren. Bei den arztbegleiteten Verlegungen von Klinik zu Klinik können intensivmedizinische Maßnahmen unterbrechungsfrei fortgeführt werden. So können z.B. auch schwerstkranke Patienten in kritischem Zustand in Spezialkliniken verlegt werden, die eine optimale Versorgung ermöglichen – eine Option, die unter Umständen über Leben und Tod entscheidet.

Das Marburger Krankenpflege Team (MKT), Tochtergesellschaft des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, blickt auf eine über zwanzigjährige Erfahrung im Transport von kritisch kranken Patienten zwischen Kliniken zurück. In dieser Zeit wurden die technischen Möglichkeiten des Intensivtransports kontinuierlich weiterentwickelt. Intensivtransportwagen können heute durchaus als rollende Intensivstationen bezeichnet werden. Damit ist MKT gleichzeitig Veteran und Pionier einer hochmodernen Dienstleistung, die den öffentlichen Rettungsdienst flankiert und ergänzt.

Das heutige „IHT-System Mittelhessen“ umfasst drei baugleiche Fahrzeuge des Typs Mercedes Benz 418 CDI Sprinter, die von Marburg und Gießen aus eingesetzt werden. Herzstück der Ausstattung ist ein speziell entwickeltes Tragensystem, in das sämtliche Medizingeräte integriert sind. Auch extrem übergewichtige Patienten bis 250 Kilo Gewicht können als Routinefall behandelt und sicher transportiert werden.