Ausbildungsabschlussübung fordert angehende Rettungsassistenten

AusbildungsabschlussübungAm Samstag, dem 08. Mai 2010, führte das DRK Bildungszentrum Mittelhessen zum neunten Mal eine Ausbildungsabschlussübung für die Absolventen ihrer Rettungsassistentenausbildung durch.
Dirk Schrey, Bereichsleiter beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen hatte die Übung geplant und vorbereitet. Unterstützt wurde er dabei von Harald Schulz, Kreisausbilder der Feuerwehr des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der für die Übung als Fachberater Feuerwehr tätig war. Durchgeführt wurde die Übung mit Unterstützung der Feuerwehr Gladenbach und der Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Marburg.

Zwei Übungsszenarien wurden gestellt.

An diesen wirkten mit:

  • 24 Auszubildende der Rettungsassistentenausbildung am DRK Bildungszentrum Mittelhessen
  • Fünf Dokumentatoren aus dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen
  • Notärzte, Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Landkreises Marburg-Biedenkopf
  • die Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Marburg mit sechs Hunden und zwölf Personen
  • der Schminktrupp des DRK Kreisverbandes Marburg zur realistischen Unfalldarstellung
  • die Freiwillige Feuerwehr Gladenbach mit sieben Fahrzeugen und ca. 35 Personen.

Die 24 Auszubildenden des Rettungsassistenten-Vollzeitkurses des DRK Bildungszentrums Marburg wurden durch die Übungsszenarien voll gefordert. Großschadenslagen mit vielen Betroffenen unterscheiden sich von normalen Einsatzsituationen durch den hohen Stressfaktor und besondere Arbeitsabläufe. Es hat sich als fruchtbar für den weiteren beruflichen Werdegang erwiesen, diese Situation im geschützten Rahmen einer Übung erleben und bewerten zu können.

Zwei unterschiedliche Szenarien standen auf dem Programm: Am Vormittag brannte das Jugendhaus Gladenbach aufgrund eines technischen Defekts. Das Feuer breitete sich schnell im Gebäude aus; starker Rauch entwickelt sich. Im Inneren des Gebäudes brach eine Panik aus. Sechs Patienten mit unterschiedlichen Verletzungsmustern waren zu versorgen.

Am Nachmittag wurde auf der Kreisstraße zwischen Gladenbach und Kehlnbach das Thema Verkehrsunfall trainiert: Im Kurvenbereich an den Klippen ereignete sich der Zusammenstoß von zwei PKWs durch einen Passanten auf der Fahrbahn. Zwei Insassen des am Abhang liegenden Fahrzeugs waren nicht auffindbar. Die Rettungshundestaffel mit ihren Suchunden wird eingesetzt. Auch hier waren sechs Patienten zu versorgen.

Um ein größeres Schadensereigenis zu bewältigen, müssen die Helfer der beteiligten Organisationen vor Ort gut koordiniert werden. Dafür werden Leitungskräfte hinzugezogen, die dies gewährleisten. Dass beide Übungen auch in dieser Hinsicht realitätsnah gestaltet werden konnten, lag nicht zuletzt an der umfassenden Unterstützung durch den Fachbereich Gefahrenabwehr des Landkreises Marburg-Biedenkopf – hier gilt der besondere Dank dem Leitungsdienst und dem Führungsdienst unter Leitung des Kreisbrandinspektors Lars Schäfer. Auch dem Ordnungsamt Gladenbach, der Feuerwehr Gladenbach und der DRK-Rettungshundestaffel gilt Dank für ihr Engagement.

Fazit der Übung: Dem Rettungsdienst-Nachwuchs wurde ein sehr aufregender und besonderer Trainingstag geboten, der ihnen viel zusätzliche Praxiserfahrung bescherte. Damit sind sie gut gerüstet für das praktische Anerkennungsjahr auf der Rettungswache, das der schulischen Ausbildung folgt. Das DRK Bildungszentrum wird auch in Zukunft an diesem bewährten Ausbildungsabschluss festhalten.

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