Viel ehrenamtliches Engagement bewiesen neun Helferinnen und Helfer aus den DRK-Bereitschaften Marburg-Mitte, Schweinsberg, Kirchhain, Neustadt, Kirchhain und Biedenkopf. Sie nahmen im Oktober in ihrer Freizeit an einem zehntägigen Vollzeit-Rettungssanitäterehrgang teil, der vom DRK Bildungszentrum Mittelhessen (BZ) eignes für sie ausgerichtet und durchgeführt wurde. Der Kurs knüpfte an bereits erworbenen Kenntnissen aus einer vorausgegangenen sanitätsdienstlichen Grundausbildung an.
Der Kurs endete am Sonntag, dem 30. Oktober mit einer Abschlussprüfung. Drei weitere Lehrgänge sollen folgen, denn der hessische Katastrophenschutz fordert mittlerweile deutlich erweiterte, notfallmedizinische Kompetenzen von seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Bei größeren Schadensereignissen und im Katastrophenfall verstärken die ehrenamtlichen Bereitschaften den hauptamtlichen Rettungsdienst. Das BZ setzte auf Praxisnähe und Bezug zur rettungsdienstlichen Praxis: So wurden ausschließlich hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen als Dozenten eingesetzt, die selbst im Einsatzdienst tätig sind. Sie vermittelten Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen, wie z.B. Gerätekunde, Notfallmanagement, Reanimation, Einsatztaktik oder Hygiene. Die theoretisch vermittelten Kenntnisse wurden zusätzlich anhand von praktischen Fallbeispielen trainiert.
Weert Sassen, Schulleiter des BZ, freute sich, dass der Kurs zustande kam: „Als DRK-Bildungseinrichtung haben wir unseren Schwerpunkt im rettungsdienstlichen Bereich. Unser Ziel ist es, notfallmedizinische Qualifikationen bereitzustellen, die für die Arbeit im Einsatzdienst notwendig sind. Die Einbindung von ehrenamtlichen Helfern bei größeren Schadensereignissen ist dabei ein wichtiger Baustein. Die Kooperation mit den Bereitschaften im Bereich Ausbildung ist uns darum sehr wichtig. Auch in den nächsten Jahren möchten wir an dieser Stelle den ehrenamtlichen Helfern im Katastrophenschutz als Aus- und Weiterbildungsstätte zur Verfügung stehen und kooperativ für die Sicherung und Optimierung der Qualität im Bereich der Lebensrettung sorgen.“