Am 30. November fand die offizielle Einweihung des neuen zusätzlichen Standorts des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen in Oberwalgern statt. Seit der Inbetriebnahme am 1. November wurde das im 24-h-Betrieb vorgehaltene Einsatzfahrzeug schon 107mal zum Einsatz gerufen. Dies bestätigt den im Qualitätsbericht des Landkreises vorausgesagten Bedarf für diese Vorhalteerweiterung.
Die neue Rettungswache folgt dem Raumkonzept des Unternehmens für seine Wachenneubauten und ist baugleich mit den Rettungswachen in Breidenbach und der noch im Bau befindlichen Wache in Heskem. Die verkehrsgünstige Ortsrandlage sowie der direkte Zugang der ebenerdigen Aufenthalts- und Funktionsräume ermöglicht ein schnelles Ausrücken.
„Die Wache bietet zudem moderne und angenehme Arbeitsbedingungen. Dies wirkt sich immer auch auf die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Und motivierte Mitarbeiter sind immer ein Garant für gute Arbeit“, so Landrat Robert Fischbach.
Wie wichtig einheitliche Arbeitsbedingungen und ein attraktives Arbeitsumfeld sind, machte Geschäftsführer Markus Müller deutlich: Mit Verweis auf die 48-Stunden-Woche unterstrich er die bestehenden Benachteiligungen für Beschäftigte im Rettungsdienst. Auch in Bezug auf die Weiterentwicklung des Berufsbildes sehe er Handlungsbedarf, so Müller. „Die immer noch zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten steht im Gegensatz zu steigenden Anforderungen an den Beruf. Angesichts des zunehmend spürbaren Fachkräftemangels ist es notwendig, insgesamt attraktivere Bedingungen für die Arbeit im Rettungsdienst zu schaffen.“
Die praktische Umsetzung der Standards betreute der Generalunternehmer C+P Schlüsselfertiges Bauen als Angelburg, die Planung erfolgte durch ARTEC Architekten aus Marburg. Mit beiden Unternehmen hatte der DRK Rettungsdienst Mittelhessen bei anderen Bauprojekten bereits erfolgreich zusammengearbeitet.