Giftgasunfall in Homberg: Heimischer Rettungsdienst war gut gerüstet

vom 16.02.2011

Wegen einem Gefahrgutunfall in Homberg/Efze wurde am frühen Mittwochmorgen des 16. Februar ein sogenannter Ü-MANV 100 - Alarm im Schwalm-Eder-Kreis ausgelöst. Man ging also von einem sogenannten überörtlichen Massenanfall von Verletzten in Größenordnung von 100 Personen aus. Sanitätszüge, Rettungswagen und Notärzte aus dem Schwalm-Eder-Kreis und allen umliegenden Landkreisen wurden alarmiert. Auch aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf war eine Einheit – bestehend aus einem Notarzteinsatzfahrzeug und drei Rettungswagen - beteiligt.

Unter Leitung des diensthabenden Organisatorischen Leiters Rettungsdienst (OLRD) Björn Gillat rückten zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug des DRK Rettungsdienst Mittelhessen gemeinsam mit einem Rettungswagen der Malteser nach Homberg aus.
Dadurch wurde es erforderlich, zusätzliche Einsatzfahrzeuge nachzubesetzen, um die reguläre Notfallversorgung der Bevölkerung im heimischen Landkreis sicherzustellen. Auf Anordnung der Zentralen Leitstelle sollten auch zusätzliche Einsatzfahrzeuge bereitgestellt werden, um für mögliche Nachforderungen aus dem Schwalm-Eder-Kreises gerüstet zu sein.

Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen wurden in kürzester Zeit insgesamt acht Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 16 Einsatzkräften nachbesetzt. Zusätzlich wurde im Logistikzentrums des Unternehmens ein Transport-Fahrzeug mit Katastrophenschutz-Material bereitgestellt, um im Bedarfsfall sofort ausrücken zu können. Betriebsleiter Heiko Hartmann: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Rettungsdienst Mittelhessen auch bei besonderen Schadensereignissen gut organisiert und handlungsfähig ist.“ Auch die Zusammenarbeit mit der Leitstelle habe reibungslos geklappt, so Hartmann.

„Damit wir so reaktionsfähig sein können, sind wir auf die schnelle Reaktion und Unterstützungsbereitschaft aus dem Einsatzdienst angewiesen. Für die Einsatzbereitschaft und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bin ich sehr dankbar“, sagte Hartmann.

Bei dem Unfall war ein Fass mit 200 Litern hochgiftigem Thiophenol beschädigt worden. Es bildete sich eine stark riechende, hoch giftige Wolke, die sich im Freien ausbreitete. Auf dem Gelände des betroffenen Unternehmens befanden sich zur Zeit des Unfalls rund 150 Personen.

Die einheimischen Einsatzkräfte sind inzwischen übrigens aus Homberg zurückgekehrt. Von ihnen wurden zwei Patienten transportiert.
 

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