Das war die Devise der rund 21 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) des DRK Rettungsdienst Mittelhessen: Am Montag, dem 19. April, besuchten die Freiwilligen, die städtischen Kindergärten Marburg-Elnhausen, Höhenweg und Marburg-Michelbach sowie den Kindergarten Wieseck und den der Stephanusgemeinde in Gießen. Dort warteten bereits die Vorschulkinder gespannt auf den Rettungswagen. Um den Kindern die Berührungsängste vor dem Rettungsdienst zu nehmen, stellten die zum Rettungshelfer ausgebildeten jungen Menschen auf sehr spielerische Art und Weise Kontakt zu den Kindern her.
So konnten die Kinder einen Blick in den Notfallrucksack werfen, sich in eine Rettungsdecke hüllen und sich sogar ein EKG schreiben lassen. Mischa, 6 Jahre staunt: „Es ist toll, wie wild mein Herz schlägt, wenn ich ganz doll springe“. Am Rettungswagen durfte man „Probe-Liegen“, eine Freundin auf dem Tragestuhl ums Auto schieben und am Sauerstoff riechen. Hier waren sich die Kinder im Kindergarten Pusteblume in Wieseck über die Geruchsrichtung einig: „Das riecht wie Banane!“
Am Dienstag, dem 20. April, ging es dann in die Bärenbachschule nach Stadtallendorf und in die Grundschule Lollar. Mit sechs 4. Klassen und insgesamt 150 Schüler und Schülerinnen wurde auf alten Handies das Absetzen eines Notruf geübt und im Quiz „Mehr als Blaulicht“ das Gehörte und Gezeigte vertieft. Auch hier waren sich die Kinder einig: „Das hat Spaß gemacht!“
Die Freiwilligen selbst, die für dieses Seminar extra eine Schulung durchlaufen haben, waren sehr begeistert von der Offenheit und Freude der Kinder.
Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen wird die hauptamtliche Arbeit im Einsatzdienst durch das FSJ verstärkt. Um die 60 junge Leute kommen jedes Jahr neu ins Unternehmen, absolvieren eine Grundausbildung, arbeiten im Einsatzdienst mit – und nehmen außerdem an 25 Seminartagen teil. Im Rahmen der Seminartage wurden auch die beiden Präsentationstage organisiert. Dort werden den Freiwilligen in Zusammenarbeit mit den DRK Kreisverbänden Möglichkeiten der ehrenamtlichen Arbeit aufgezeigt. Am Ende dieser zwei Seminartage informierten Joachim Scholz vom DRK Jugendrotkreuz des Kreisverbands Marburg u.a. über den Aufbau einer Puppenbühne zur ersten Hilfe Schulung in Kindergärten und Grundschulen und Gisela Wagner vom DRK Kreisverband Kirchhain präsentierte ein Fahrzeug aus dem Katastrophenschutz.