Nachwuchs für die DRK Rettungshundestaffel Marburg-Biedenkopf

vom 17.08.2011

Sie heißen Neela und Rooney, sind zehn Wochen alt, tollpatschig, niedlich und total verspielt. Der zukünftige „Beruf“ der Hundegeschwister steht jedoch bereits fest, denn sie sind der Nachwuchs für die DRK Rettungshundestaffel Marburg-Biedenkopf. Darüber hinaus freut sich die Staffel aber auch über einen neuen Erdenbürger: Hundeführerin Charlotte Meyer ist Mutter geworden.

Kirsten Jesberg und Michaela Schmidt sind die Besitzerinnen der beiden kleinen Hunde, die sie sich beim Züchter ausgesucht haben. Nun dürfen die Kleinen bereits mit dabei sein, wenn die Hundestaffel trainiert. Zur Zeit ist für sie Dabeisein noch alles, denn zum Mitmachen sind sie noch zu klein. Doch ihre Neugier ist genauso groß wie ihr Wunsch, das Gleiche zu tun wie die großen Hunde. Das sind beste Vorraussetzungen, um sich den Aufgaben eines Rettungshundes nach und nach spielerisch anzunähern.

Im Alter von ca. vier Monaten steht für die Hundekinder ein erster Eignungstest auf dem Programm: Ein DRK-Rettungshundeausbilder mit einer Zusatzausbildung zur Bewertung lässt Michaela Schmidt und Kirsten Jesberg zusammen mit ihren Hunden einfache Aufgaben absolvieren, z.B. die Überquerung einer Bohle. Solche Übungen sollen zeigen, ob das Mensch-Hund-Team funktionsfähig ist, aber auch, wie der Hund auf Umweltreize wie z.B. Lärm reagiert. Denn Hunde sind wie Menschen – nicht alle reagieren gleich. Wichtig für Rettungshunde: Sie müssen freundlich, interessiert und menschenbezogen sein. Nicht geeignet sind Einzelgängertypen, die bei Belastung mit Rückzug oder Aggressivität reagieren oder sich schlecht führen lassen.

Nach positivem Verlauf des Eignungstest kann die Ausbildung zum Rettungshund beginnen, die von den Hundeführerinnen in der eigenen Staffel durchgeführt wird. Ihrem Alter entsprechend sollen Neela und Rooney nach und nach stärker ins Training einbezogen werden, bis sie alles können, was man als Rettungshund braucht. Danach steht die Rettungshunde-Prüfung auf dem Programm, die alle 18 Monate wiederholt werden muss – auch von den gestandenen Rettungshunden.

Nicht ganz so schnell wird es wohl mit dem menschlichen Nachwuchs, dem kleinen Paul, gehen. Seine Eltern Charlotte und Tobias Meyer rechnen damit, dass es nicht 18 Monate, sondern eher 18 Jahre dauern wird, bis überhaupt klar ist, was er beruflich machen wird. Fest steht jedoch bereits, dass Paul mit den Hunden der Staffel aufwachsen und – wer weiß? – später auch mal Hundeführer werden wird?

Die DRK-Rettungshundestaffel besteht aus 13 Hundeführern/innen und 18 Hunden – Neela und Rooney mitgerechnet. Sie wurde im März 2010 von der hessischen Polizeiakademie überprüft und zugelassen und wird im Bedarfsfall bei Rettungseinsätzen eingebunden. Seitdem war die Staffel acht mal im Einsatz. Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen stehen Ausrüstung und Einsatzfahrzeuge für die Einsätze der Staffel bereit.

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