Am Freitag, dem 3. Juni und Sonntag, dem 5. Juni 2011 fand in Gießen und in Gießen-Land eine Abschlussübung für die Rettungsassistenten im Praktikum (RAiPs) des jeweiligen Bereich des DRK Rettungsdienst Mittelhessen statt. Gemeinsam mit der Wasserrettungsgruppe des DRK Gießen wurde ein spannendes Übungsszenario entwickelt. Das fand auch der Hessische Rundfunk, der vor Ort dabei war und einen Beitrag für die Hessenschau am Samstag, dem 4. Juni produzierte.
Geübt würde auf der Lahn und am Lahnufer gegenüber der Gießener Stadtwerke. Das Szenario: Ein Kanu ist gekentert, 3-4 Personen sind im Wasser. Für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen waren zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und vier Rettungswagen beteiligt. Die DRK Wasserrettung war mit einem Boot, Geländewagen und Einsatzleitwagen sowie einem Sicherungsboot vor Ort.
Ebenfalls beteiligt waren Leitender Notarzt und der
Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD). Die Übung verlief
insgesamt sehr positiv und in konstruktiver Atmosphäre. Die beteiligten
RAiP konnten sehr davon profitieren und gaben positives Feedback.
Auch die Zusammenarbeit mit der Wasserrettung funktionierte gut,
ebenso wie die Integration des Filmteams in das Übungsgeschehen.
Auf eine gelungene Abschlussübung kann ebenfalls für die RAiP Gießen-Land berichtet werden, die am Sonntag, dem 5. Juni stattfand. Das Übungsszenario sah vor, dass zwei Personen auf dem Heuboden eines Bauernhofes zu Schaden gekommen waren, weil sie aufgrund einer defekten Transporteinrichtung von zehn Heuballen getroffen wurden, die aus 5m Höhe herabstürzten. Dazu erlitt der Einweiser aufgrund der großen Aufregung einen Herzinfarkt und wurde im weiteren Verlauf reanimationspflichtig...
Bereits der Zugang zum Heuboden gestaltete sich schwierig, weil dieser nur über Leitern erreichbar war. Jedes Nachholen von Material musste also gut überlegt werden, um unnötige Wege zu vermeiden. Auch die Kommunikaton zwischen "Oben" und "Unten" stellte für die RAiP eine Herausforderung dar - ebenso die sommerlichen Temperaturen.
Zur anschließenden Rettung der "Patienten" wurde die Feuerwehr mit der Drehleiter und zusätzlichem Personal angefordert. Diese kümmerte sich bis zum Eintreffen eines dritten Mehrzweckfahrzeugs (MZF) auch um die Betreuung und die Reanimation des Einweisers, wobei ein vorhandenes AED genutzt wurde. Die Versorgung der Patienten funktionierte reibungslos, logistische und organisatorische Fehler wurden - wie erwartet - aufgedeckt und sollen - so das Anliegen - den RAiP als Lernerfahrung in Erinnerung bleiben.