Das Freiwillige Soziale Jahr im Rettungsdienst

Wer das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Rettungsdienst absolviert, erhält einen genauen Einblick in alle Tätigkeitsfelder, die der Beruf des/der Rettungsassis- tenten/-in beinhaltet. Das Mindestalter für ein FSJ im Rettungsdienst beträgt 18 Jahre. Die obere Altersgrenze liegt bei 27 Jahren. Die Dauer des Freiwilligen Sozialen Jahres beträgt zwölf Monate. Eine freiwillige Verlängerung auf bis zu 18 Monate ist möglich. Einer Grundausbildung zum/zur Rettungshelfer/-in folgt der Einsatz im Rettungsdienst und im Krankentransport. Die FSJ-Kräfte werden auf den 21 Rettungswachen in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen im Tag- und Nachtdienst eingesetzt - wie ganz normale Mitarbeiter/-innen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das FSJ in der unternehmenseigenen KFZ-Werkstatt in Marburg oder im Kurierdienst zu absolvieren.
Für diese Tätigkeit ist keine rettungsdienstliche Ausbildung notwendig.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr stellt insbesondere für junge Frauen eine sehr gute Möglichkeit dar, sich nicht nur zu orientieren, sondern vielleicht auch ihren zukünf- tigen Beruf zu entdecken. Der Rettungsdienst Mittelhessen begrüßt die Mitarbeit weiblichen Einsatzpersonals und möchte den Anteil an Mitarbeiterinnen in der Zukunft weiter steigern. Weitere Informationen: Frauen im Rettungsdienst.
 

Pluspunkte des FSJ

Das FSJ wird in vielen Bereichen als Praktikum anerkannt.

  • Bei der Vergabe eines Studienplatzes wird ein FSJ als Wartezeit angerechnet.
  • Bei einem FSJ im Rettungsdienst erwirbt man eine Qualifikation, die über das FSJ hinaus Bestand hat.


Betreuung während des Freiwilligen Sozialen Jahres

Das FSJ ist ein soziales Bildungsjahr für junge Menschen bis 27 Jahren, in dem wichtige Erfahrungen gemacht und soziale Kompetenzen erweitert werden können. Neben dem praktischen Einsatz ermöglicht das FSJ den Teilnehmern und Teilnehmerinnen persönliche und berufliche Orientierung.

Das Jahr wird pädagogisch begleitet; hierfür sind Anne Leibfried und Anke Röse von MKT zuständig. In den 12 Monaten des Einsatzdienstes werden insgesamt 25 gesetzlich vorgeschriebene Seminartage absolviert. Durchgeführt werden die Seminare von Teamer/-innen, die aus dem Rettungsdienst oder pädagogischen
Bereichen kommen. Hierbei werden vor allem die praktischen Erfahrungen im FSJ reflektiert und Probleme im sozialen Arbeitsfeld besprochen, aber auch fachspezifische Themen wie z.B. "Eigensicherung im Rettungsdienst" oder "Kommunikation und Umgang mit Konflikten" behandelt. Die Seminare finden an Orten statt, die sich an den Einsatzstellen orientieren.

Die Unterstützung im Arbeitsalltag der FSJ-Kräfte erfolgt zusätzlich durch:

FSJ-Beauftragte
Die FSJ-Beauftragte vom MKT ist für alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen rund um das FSJ zuständig. Sie führt im Vorfeld Infogespräche mit Interessierten zum FSJ durch, leitet die Bewerbungen an die Einsatzstelle weiter und übernimmt die pädagogische Begleitung der FSJ-Kräfte. Außerdem ist sie Ansprechperson bei Fragen und Schwierigkeiten.

Praxisanleiter/in
Jeder FSJ-Kraft wird ein erfahrener Kollege oder eine erfahrene Kollegin zugeteilt, der/die Sie in den ersten Wochen im Einsatzdienst einarbeitet und begleitet.

FSJ-Sprecher/in
Jedes Jahr wählen die TeilnehmerInnen eines FSJ-Jahrgangs aus ihrer Mitte eine FSJ-Sprecherin oder einen FSJ-Sprecher. Diese/r erhält Informationen über FSJ-Belange und hält Rücksprache mit der FSJ-Beauftragten, wenn es z. B. um die Gestaltung des Dienstplanes der Einsatzstellen, um Disziplinarmaßnahmen oder die Gestaltung der Seminare geht.