Das FSJ und BFD: Ausbildung und Alltag
Unsere FSJ- und BFD-Kräfte erhalten zunächst eine zweimonatige Grundausbildung, die aus einem theoretischen Teil (vier Wochen) und zwei praktischen Teilen (je zwei Wochen) besteht. Nach der Ausbildungsphase sind sie in der Lage, im Zweierteam - immer gemeinsam mit erfahrenen Kolleg/-innen - zu arbeiten. Der Rettungsdienst steht rund um die Uhr bereit. Somit gehört es zur Routine des Einsatzpersonals, auch nachts, an Sonn- und Feiertagen sowie an Wochenenden zu arbeiten. Der Rettungsdienst wird dabei in mehreren Schichten organisiert, in die alle Mitarbeiter/-innen eingeteilt werden. Gleiches gilt auch für unsere FSJ- und BFD-Kräfte. Bei Dienstantritt wird eine Einstellungsuntersuchung durchgeführt, der sich jede/r unterziehen muss. Außerdem wird eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B angeboten.
Ausbildung und Zusatzqualifikationen
Theorie:
Neben der Vermittlung theoretischer Grundkenntnisse (Anatomie und Physiologie) gibt sie einen Überblick über die Notfallmedizin. Dazu zählen: Krankheitslehre, Gerätetechnik, Organisation, Notfallmanagement und Einsatztaktik.
Die theoretische Ausbildung findet im
DRK Bildungszentrum Mittelhessen statt.
Praktikum Klinik:
Der theoretischen Ausbildung folgt ein zweiwöchiges Klinikpraktikum in den Bereichen Notfallaufnahme, Anästhesie oder Intensivstation.
Praktikum Lehrrettungswache:
Mit dem zweiwöchigen Praktikum auf einer Lehrrettungswache wird die Ausbildung abgeschlossen. Als "dritter Mann/dritte Frau" auf dem Rettungswagen werden die FSJ-Kräfte angelernt, ohne dabei schon verantwortlich zu sein.
Routine auf der Rettungswache
Alle Mitarbeiter/-innen erhalten einen Monatsdienstplan, aus dem zu erkennen ist, mit welchen Kollegen/-innen sie zu welchem Dienst eingeteilt sind. Beim jeweiligen Dienstantritt erfolgt zunächst die Dienstübergabe mit den Kollegen/-innen der vorangegangenen Schicht. Dabei werden wichtige Informationen weitergegeben, z.B. über den Zustand des zugeteilten Fahrzeugs.
Zu jedem Fahrzeug gibt es eine Mappe, in der sich die Schlüssel, das Fahrtenbuch und Einsatzprotokolle befinden. Mit der Mappe gehen die Kollegen/-innen der neuen Schicht zum Rettungswagen und melden sich nach dem Einschalten des Funkmelders "einsatzbereit" bei der zuständigen Rettungsleitstelle. Im Anschluss daran folgt ein Kurzcheck der Fahrzeugfunktionen und aller wichtigen Geräte. Dies nimmt etwa eine dreiviertel Stunde Zeit in Anspruch. Danach warten die Mitarbeiter/-innen in der Wache auf ihren ersten Einsatz. Für die manchmal langen Wartezeiten stehen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung: In der Regel sind die Wachen mit Aufenthaltsraum, Waschraum und Küche ausgestattet; bei den rund um die Uhr besetzten kommen noch Ruheräume hinzu.
Zum Abschluss des Arbeitstages - bei Bedarf auch vorher - wird das Fahrzeug gereinigt, die Wäsche gewechselt, fehlendes Material aufgefüllt und die Geräte überprüft. Einmal pro Woche und nach Einsätzen, die besonderen Hygienevorschriften unterliegen, werden die Fahrzeuge desinfiziert.
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