Intensivtransportwagen 2011

Beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen und seiner Tochtergesellschaft MKT wurden im Sommer 2011 zwei neue Intensivtransportwagen in Dienst gestellt. Sie werden in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf stationiert.

Die beiden Intensivtransportwagen ermöglichen eine Vereinheitlichung der Fahrzeuge in dieser Transportkategorie, denn die Einsätze für neonatologische Intensivtransporte werden künftig nicht mehr mit einem eigens vorgehaltenen „Baby-Notarztwagen“ erbracht. Statt dessen werden diese Einsätze künftig mit dem Fahrzeugbestand der Intensivtransportwagen abgedeckt.

Mit den neuen Fahrzeugen will Tochtergesellschaft MKT, gestiegenen Anforderungen im Bereich Intensivtransport gerecht werden: Zwei Intensivtransportwagen (ITW) sind in Marburg und Gießen rund um die Uhr im Dienst. Für jedes von ihnen steht jetzt ein Reserverfahrzeug bereit, das im Schadensfall eingesetzt wird, aber auch zusätzliche Fahrten übernimmt. Denn Intensivtransporte sind teilweise sehr aufwändig und binden Team und Fahrzeug manchmal für viele Stunden.

Wie bei den Bestandsfahrzeugen wurde als Grundfahrzeugtyp der lange Mercedes-Sprinter-Kastenwagen gewählt, der sich bezüglich Fahreigenschaften und Straßenlage bewährt hat. Der Innenausbau durch die Firma Einhorn orientiert sich am bisherigen Ausbaukonzept, realisiert jedoch einige Weiterentwicklungen, die die Bedienbarkeit verbessern. Zudem wurde Wert auf besonders leichte Materialien gelegt, um das Zusatzgewicht durch die neue Hubbühne im Heckbereich zu minimieren. Da mit den ITW teilweise auch Schwerlasttransporte von Patienten von bis zu 250 Kilo durchgeführt werden, bietet dieses Hilfsmittel eine wesentliche Arbeitserleichterung für das Einsatzpersonal.

Alle ITW sind darüber hinaus so ausgestattet, dass sie einen Intensiv-Transportinkubator und die notwendige Spezialausstattung aufnehmen können. Ein Fahrzeug wird deshalb in Marburg künftig als neonatologischer Intensivtransportwagen zum Transport von Früh- und Neugeborenen eingesetzt werden. Das Fahrzeug wird den bisherigen „Baby-Notarztwagen“ am Marburger Uniklinikum ablösen.

Auch der reguläre Rettungsdienst in beiden Landkreisen profitiert von den neuen Fahrzeugen: Bei hohem Einsatzaufkommen oder größeren Schadensereignissen können die ITW auch reguläre Notfalleinsätze als Notarztwagen übernehmen, denn sie sind auch für die allgemeine Notfallversorgung ausgestattet.
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