Rettungswache Biedenkopf
Geschichte der Wache
In den Anfängen des Rettungsdienstes in Biedenkopf gab es, wie an vielen Standorten, keine Rettungswache. Die Sanitäter versahen ihren Dienst von zu Hause aus, die Krankenwagen parkten vor der eigenen Haustür und die Ehefrauen übernahmen den Telefondienst. Später waren die Einsatzdienstmitarbeiter im örtlichen Krankenhaus sowie in Räumlichkeiten des DRK Kreisverbandes Biedenkopf untergebracht. Dies war jedoch keine befriedigende Lösung.
1981 zog die Rettungswache auf das ehemalige Gelände der Brauerei, dieses Grundstück hatte der DRK-Kreisverband bereits 1966 erworben. Die Einsatzdienstmitarbeiter konnten die Garage und mehrere Räume im Obergeschoss nutzen. In massiver Eigenleistung wurde die Wache 1988 neu gebaut. Eine Verlegung der Wache erfolgte im Jahr 2001 in den Mühlenweg 10 1/4, von hier aus war auch ein schnelles Ausrücken ins Umland möglich. In der oberen Etage war die Abrechnungsstelle Biedenkopf untergebracht, diese zog am 01.01.2007 in die neuen Räumlichkeiten für die Verwaltung in Marburg.
Neubau 2011
2011 wurde ein Wachenneubau realisiert. Der erste Spatenstich erfolgte am 1. April 2011, am 30. September ging die neue Wache in Dienstbetrieb. Der Neubau wurde auf dem ehemaligen EON-Gelände am Roten Stein realisiert. Die verkehrsgünstige Lage ermöglicht ein schnelles Ausrücken der Einsatzfahrzeuge in alle Richtungen, wodurch sowohl die Stadt Biedenkopf als auch das Umland schnell erreicht werden können.
Zwei Unternehmen aus dem heimischen Landkreis Marburg-Biedenkopf zeichnen für die Realisierung des Bauvorhabens verantwortlich: ARTEC Architekten aus Marburg knüpfen mit der Planung an mehrere Wachenneubauten an, die gemeinsam mit dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen realisiert wurden.
So ist die neue Wache in Biedenkopf spiegelverkehrt fast baugleich zur Rettungswache in Kirchhain, die im August 2009 in Betrieb ging. Als Generalunternehmer betreut die Breidenbacher Unternehmensgruppe Christmann und Pfeiffer (C+P) die praktische Umsetzung.
Beschreibung der Räumlichkeiten
Auf rund 437 m² Bruttogrundfläche – dies beinhaltet die Wachenräume inklusive Terrasse und die Fahrzeughalle - bietet die Wache Platz für bis zu vier Fahrzeuge. Ebenerdig angeordnet, bietet sie alle Funktions- und Aufenthaltsräume, die für einen zeitgemäßen Rettungsdienst erforderlich sind. Das Raumprogramm berücksichtigt auch die Erfordernisse einer Lehrrettungswache. Konzeptionell und optisch gliedert sich die Wache in Biedenkopf in andere Wachenneubauprojekte ein, die der DRK Rettunsdienst Mittelhessen in den letzten Jahren realisiert hat.
Lage der Wache, Versorgungsgebiet
Die Rettungswache ist verkehrsgünstig am Roten Stein gelegen und verfügt über eine direkte Ausfahrt auf die Umgehungsstraße. Versorgt werden die Stadt Biedenkopf, die Gemeinden Eckelshausen, Kombach, Katzenbach, Wolfgruben, Weifenbach, und Wallau. Nur im Nachtdienst werden die Gemeinden Breidenstein, Breidenbach, Klein-Gladenbach, Wiesenbach, Dexbach und Engelbach versorgt.
Fahrzeuge, Einsätze, Personal
In Biedenkopf sind zwei Mehrzweckfahrzeuge stationiert, eins davon ist 24 Stunden im Einsatz, das andere im Tagdienst. Ein weiteres Fahrzeug wird als Einsatzreserve vorgehalten. Auf der Rettungswache Biedenkopf, die zum Dienstplan-Bereich Biedenkopf-Stadt gehört, arbeiten zwölf hauptamtliche Rettungsassistenten. Es werden rund 2300 Einsätze pro Jahr erbracht.