Geschichte der Wache
Am 1. Juli 2003 wurde ein zweiter Intensiv-Transport-Wagen (ITW) in Mittelhessen im Präsenzdienst in Gießen stationiert, der mit dem in Marburg eingesetzten ITW das ITW-System Mittelhessen bildet. Der Gießener ITW war in den ersten vier Jahren an Werktagen von 8.00 bis 17.30 Uhr im Dienst. Besatzung und Fahrzeug wurden zuerst im Klinikum Gießen, später in Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr in der Steinstraße und danach in der Rettungswache in der Eichgärtenallee in Gießen untergebracht. Durch Anpassungen an einen erhöhten Bedarf an Interhospitaltransfers (IHT), also Intensiv- bzw. arztbegleiteten Verlegungen wurden zum 1.Juli 2007 die Dienstzeiten auf einen 24-Stunden-Dienst ausgeweitet. Da das Raumangebot im Klinikum Gießen durch die umfangreichen Umbaumaßnahmen zu dieser Zeit sehr begrenzt war, wurde eine Lösung in unmittelbarer Nähe zum Klinikum gesucht.
Lage der Wache, Versorgungsgebiet
Im Gießener Südviertel, Ludwigstraße 63, also ca. 500 Meter vom Klinikum und der Rettungswache Klinikum entfernt, befindet sich in einem Büro- und Wohnhaus die IHT-Wache Gießen im Erdgeschoss. Durch die direkte Nähe zu drei Gießener Krankenhäusern und eine sehr gute Autobahnanbindung ist neben der logistisch sinnvollen Anbindung an das Klinikum auch eine schnelle Erreichbarkeit anderer Krankenhäuser sichergestellt.
Das Versorgungsgebiet des ITW erstreckt sich über die Krankenhäuser der benachbarten Landkreise bis in den Landkreis Limburg-Weilburg und den Hochtaunuskreis. Aber auch Intensivverlegungen vom und in den süd- und osthessischen Raum sind keine Seltenheit.
Beschreibung der Räumlichkeiten
Die Wache ist in der etwa 100 m² großen Erdgeschossetage eines Büro- und Wohnhauses untergebracht. Neben einem Aufenthaltsraum und einer Küche stehen ein Arbeitsraum mit EDV-Arbeitsplatz, ein Notarztzimmer, eine Umkleide, sowie Ruheräume und Sanitärräume zur Verfügung. Weiterhin ist in dieser Wache das Büro des für das Klinikum und Sonderdienste zuständigen Bereichsleiters untergebracht. Der ITW steht im Hof des Anwesens. Das Materiallager befindet sich im Wesentlichen in unmittelbarer Nähe zur Chirurgischen Poliklinik des Klinikums.
Fahrzeuge, Einsätze, Personal
Der IHT-Wache ist ausschließlich der ITW Gießen zugeordnet. Dieser wird für Intensiv- und arztbegleitete Verlegungen von Krankenhäusern hauptsächlich in Mittel- und Südhessen angefordert.
Durch den Präsenzdienst sind Fahrzeug und Besatzung sofort
einsatzbereit und können witterungsunabhängig auch zeitkritische
Einsätze bedienen. Im Bedarfsfall kann der ITW auch als arztbesetztes
Rettungsmittel in der Notfallrettung eingesetzt werden.
Die durchschnittliche Einsatzfrequenz für den ITW Gießen liegt bei derzeit
mehr als einhundert Einsätzen pro Monat.
Der ITW Gießen ist mit Ärzten
des Zentrums für Notfallmedizin des Uni-Klinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg besetzt.
Das Rettungsdienstfachpersonal des ITW Gießen besetzt auch die Rettungswachen in der Eichgärtenallee, in Krumbach sowie die Rettungswache Klinikum und besteht aus ca. 15 hauptberuflichen und ca. 20 teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus Gießen Stadt und Marburg.