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Geschichte der Wache
Die Entstehung der Rettungswache Kirchhain geht in das Jahr 1988 zurück. Ein Gutachter stellte fest, dass im Landkreis Marburg-Biedenkopf die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen nur durch weitere Rettungswachenstandorte eingehalten werden können. Anzefahr wurde als einer der neuen Standorte ermittelt, dort entstand zunächst eine Rettungswache im Wohnwagen. Später wurde sie in einem Raum im Kindergartengebäude untergebracht.
Im Dezember 1992 zog die Rettungswache von Anzefahr nach Kirchhain in das ehemalige EAM-Gebäude am Festplatz um. Auch hier waren die Bedingungen nicht ideal, da die Rettungskräfte längere Wege bis zu den Einsatzfahrzeugen in Kauf nehmen mussten. Es gab noch keine Garagen, und die Einsatzfahrzeuge waren Wind und Wetter ausgesetzt. Auf Grund seiner günstigen Lage war der Standort Kirchhain trotzdem von zentraler Bedeutung für die Versorgung des Ostkreises. So wurde auch ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Kirchhain stationiert.
Nach einem halbjährigen Probelauf im Juni 1997 wurde das NEF fester Bestandteil der Rettungswache Kirchhain.
Im Jahr 2004 wurde mit knappen Budget und fast 400 Stunden Eigenarbeit eine umfassende Neugestaltung der Rettungswache realisiert. Die Grundfläche wurde um rund ein Drittel vergrößert, wodurch zusätzliche Räume entstanden.
Ende September 2008 war die Rettungswache vorübergehend in den nahe gelegenen Feuerwehrstützpunkt verlegt worden, nachdem sie 16 Jahre lang im ehemaligen EAM-Gebäude am Festplatz untergebracht war. Der Grund: Das Gebäude am Festplatz musste einem Einkaufszentrum mit einem Ärztehaus weichen.
Im März 2009 startete die Realisierung der lang gehegten Pläne für den Neubau der DRK-Rettungswache in Kirchhain:
Am Montag, dem 9. März 2009 fand ein symbolischer erster Spatenstich statt. In den folgenden fünf Monaten entstand auf dem Gelände der Firma Agrarhandel Roth in der Alsfelder Straße die neue Wache mitsamt Fahrzeughalle. Die Firma Roth ist Investor und Bauherr für den Neubau. Im Vorfeld war mit dem Landkreis eine Nutzungsvereinbarung getroffen worden. Sie garantiert, dass das Gebäude auf dem Firmengelände mindestens 25 Jahre lang als Rettungswache genutzt werden kann. Gleichzeitig legte der Landkreis als Rettungsdienstträger auch gegenüber den Kostenträgern (Krankenkassen) diesen Standort verbindlich fest.
Am 10. September 2009 wurde die neue Rettungswache in Kirchhain dann feierlich eingeweiht. Die Wache war bereits am 26. August zum Nachtdienst in Betrieb genommen worden. Sie bietet eine optimale Verkehrsanbindung und verbesserte Räumlichkeiten.
Lage der Wache/Versorgungsgebiet
Der neue Standort der Wache zeichnet sich durch seine hervorragende Lage aus. Die gute Verkehrsanbindung der Wache, ermöglicht eine Erreichbarkeit des Umlandes in alle Richtungen.Unmittelbar an Kirchhain vorbei führt die B 62, die von Biedenkopf kommend durch das Lahntal, an Kirchhain vorbei bis nach Alsfeld und weiter führt. Weiterhin haben wir die B 454, die uns durch Stadtallendorf in die Schwalm über Neustadt nach Schwalmstadt bringt. Aus Kirchhain heraus führt die
L 3088 über die Lahnberge nach Marburg. Über die L 3073 geht die Reise in Nördlicher Richtung nach Wohratal und auf die B 3, Westlich kommen wir nach Homberg-Ohm. Der Wachenneubau selbst bringt optimale Arbeits-, Aufenthalts- und Ausrückbedingungen für die Einsatzdienstmitarbeiter mit.
Das primäre Einzugsgebiet der Rettungswache Kirchhain erstreckt sich auf Kirchhain Stadt und alle angrenzenden Stadteile. Das NEF versorgt den kompletten Ostkreis unseres Landkreises mit den Städten und den dazugehörigen Ortsteilen von Kirchhain, Stadtallendorf, Neustadt und Wohratal. Des Weiteren werden landkreisübergreifende Gebiete, wie die Schwalm, der Landkreis Waldeck-Frankenberg oder auch der Vogelsbergkreis mit versorgt.
Beschreibung der Räumlichkeiten
Geräumig, hell und verkehrsgünstig gelegen, reiht sich das moderne eingeschossige Gebäude in andere Neubauten ein, die der DRK Rettungsdienst Mittelhessen in den letzten Jahren realisiert hat. Auf rund 216 m² Fläche bietet das ebenerdige Gebäude ein Raumprogramm, das den Anforderungen des Einsatzdienstes voll entspricht. Angegliedert ist eine Fahrzeughalle mit rund 93 m² Fläche. Im Gebäude befinden sich weiterhin ein Aufenthaltsraum, Sanitärräume, Hygieneschleuse eine Teeküche und Ruheräume sowie eine gut 14m² große Terrasse.
Ein kleines Extra weist die Kirchhainer Wache auf: Im Außenbereich der Wache ist ein Klingelknopf installiert, über den Hilfesuchende telefonisch mit der Zentralen Leitstelle verbunden werden können. Aufgrund der exponierten Lage der Wache wird davon ausgegangen, dass es gelegentlich vorkommen wird, dass Notfallpatienten direkt zur Wache kommen anstatt über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst zu alarmieren. Da die Rettungswache aufgrund des hohen Einsatzaufkommens – häufig nicht besetzt ist, soll auf diese Weise gewährleistet werden, dass Patienten im Notfall über die Leitstelle schnelle Hilfe erhalten.
Fahrzeuge, Einsätze, Personal
In der Rettungswache Kirchhain sind ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Mehrzweckfahrzeug stationiert. Diese sind 24 Stunden im Einsatz. Pro Jahr werden rund 2000 Einsätze gefahren. Rund 1400 davon werden vom Notarzteinsatzfahrzeug erbracht. Über eine gesonderte geschaffene Alarmausfahrt, kann direkt auf die Alsfelder Straße gefahren werden. Diese Maßnahme wurde auch durch den Landkreis unterstützt.
Das Personal der Rettungswache Kirchhain besetzt – gemeinsam mit den Kollegen aus Stadtallendorf – auch die Rettungswachen Hachborn und Neustadt, die im Tagdienst betrieben werden. Insgesamt versehen 24 Mitarbeiter ihren Dienst.
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