Geschichte der Wache
Die Rettungswache Laubach gehört mit zu den ältesten Rettungswachen in der Region, und in ihrer Geschichte spiegelt sich die Entwicklung des hessischen Rettungsdienstes wider.
Bis in das Jahr 1969 hatte der DRK-Kreisverband Gießen neben der Gießener Rettungswache drei Außenwachen in Butzbach, Lich und Weitershain. Dann kam eine vierte Wache hinzu: Laubach. Auf Initiative des Geschäftsführers Hans Stein entstand ein für damalige Zeiten sehr großzügiger Gebäudekomplex für die ehrenamtliche Arbeit und den Katastrophenschutz, der schon bald zum „Vorzeigemodell“ des DRK Kreisverbandes Gießen wurde. Hier fand auch die Laubacher Rettungswache ihren Platz.
Die Laubacher Wache war bis Ende 1972 mit zwei Sanitätern und Krankentransportwagen (KTW) besetzt. Durch die ständig steigenden Transportzahlen wurde 1973 ein vierter Mitarbeiter eingestellt. Monatlich wurden bis zu 800 Einsätze
erbracht. Gefahren wurde häufig allein,
manchmal war auch ein ehrenamtlicher Helfer des Ortsverbands mit dabei.
Ab 1979 wurde es eng. Als neue Aufgabe sollte nun auch der ärztliche Notdienst Laubach-Grünberg mit übernommen werden. Bis 1987 blieb der ärztliche Notdienst in Laubach; er wechselte dann nach Grünberg. Ein Jahr später ging die Wache in den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Die Weitergabe der Einsatzaufträge erfolgte von nun an für den Nachtdienst über die Gießener Leitstelle.
Den ersten Rettungswagen (RTW) bekamen die Laubacher 1990, der letzte Krankentransportwagen (KTW) wurde 1996 aus Laubach abgezogen.
Die ersten Mitarbeiter
1969 waren die Kollegen Bernd Stein, Gustav Böhm und August Frey als Sanitäter auf der Wache tätig.
1972 schied August Frey aus, als Nachfolger kam Adi Hanak in 1973. Im Oktober 1973 stieß Gerhard Giebisch hinzu. Im Januar 1974 kommt als neuer Mitarbeiter Klaus Schork. Gustav Böhm geht dafür auf die Gießener Rettungswache.
Die alte Wache
Die Anlage bestand aus zehn Großgaragen mit Anbau, einem geräumigen Hof und drei Bungalows, die für die drei Kollegen der Rettungswache als Dienstwohnungen zur Verfügung standen. Drei der zehn Garagen wurden für Krankentransport und Rettungsdienst genutzt, die anderen Garagen waren dem Katastrophenschutz und den DRK-Ortsvereinen Laubach und
Weitershain zugeordnet.
In einem Anbau war auf 16 m² Fläche die Rettungswache untergebracht, die zunächst als Zwölf-Stunden-Wache betrieben wurde. Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste wurden von zu Hause aus wahrgenommen. Dabei war die Mithilfe der Familien gefragt, denn wenn der Mitarbeiter im Einsatz war, mussten die Angehörigen den Telefondienst übernehmen. „Familienanschluss“ wurde damit zu einer Einstellungsvoraussetzung. Im Tagdienst wurden diese Telefondienste von zwei hauptamtlichen Telefonistinnen versehen.
Lage der Wache, Versorgungsgebiet
Die Rettungswache Laubach liegt am westlichen Ortsrand von Laubach in der Dexionstraße. Durch die gute und schnelle Anbindung an die Hauptverkehrsstraße, die Gießenerstraße, kann der RTW Laubach schnell zu seinen Einsatzgebieten Lauter, Wetterfeld, Münster, Grünberg, Röthges, Ettingshausen, Queckborn und den Raum Lich gelangen.
Ebenfalls gut und schnell erreichbar ist die B 276, von der aus Freienseen, Altenhain und die Stadtteile von Grünberg erreicht werden. Auch die Anbindung an die zweite Hauptstraße von Laubach, die Hungener Straße ist optimal. Von dort aus können Ruppertsburg, Friedrichshütte, Villingen und der Bereich Hungen schnell versorgt werden.

Beschreibung der Räumlichkeiten
Im März 2000 die Laubacher Wache in ein wesentlich geräumigeres, bereits bestehendes Gebäude in der Dexionstraße um. Von besonderer Bedeutung war dabei die ebenerdige Lage und die direkte Zugangsmöglichkeit zur Fahrzeughalle und damit zum Rettungsfahrzeug.
Die heutige Rettungswache verfügt neben der Fahrzeughalle über zwei Ruheräume, eine Küche, WC und Dusche sowie einen Aufenthaltsraum mit Terrasse. Ein Rettungswagen ist rund um die Uhr in Betrieb.
Fahrzeuge, Einsätze, Personal
In der Rettungswache ist ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) im Einsatz.
Pro Jahr werden rund 1100 Einsätze erbracht. Die Rettungswache beschäftigt 13 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.