Geschichte der Wache
Die Wache Neustadt wurde im Mai 1996 provisorisch in der Feuerwache untergebracht. Sie wurde als eine Außenstelle der Stadtallendorfer Rettungswache eingerichtet. Eine Projektstudie im Landkreis hatte ergeben, dass hier ein weiterer Wachenstandort notwendig war, um eine optimale Versorgung im Landkreis sicherzustellen. Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbesserten sich jedoch beträchtlich, als die Wache im September 1998 in den Sanitätsbereich der Neustädter Ernst-Moritz- Arndt-Kaserne einzog.
Nach Informationen des DRK Rettungsdienst Mittelhessen handelt es sich hierbei um die erste zivile Rettungswache, die in einer Kaserne untergebracht wurde. Um ein reibungsloses Ausrücken der Rettungsfahrzeuge zu ermöglichen, wurde bei Einsätzen immer die Kasernenwache mitalarmiert, damit die Tore geöffnet werden konnten.
Anlässlich der anstehenden Schließung der Neustädter Kaserne musste sich der DRK Rettungsdienst Mittelhessen um einen neuen Standort bemühen. Ab September 2007 entstand in einem neuen Gewerbekomplex am Ortsrand von Neustadt eine neue Rettungswache. Durch Vermittlung des damaligen Bürgmeisters Hoim entstand der Kontakt zu diesem Objekt.
Am ersten Dezemberwochenende 2007 zog die Rettungswache an ihren neuen Standort um. Durch eine Sicherstellungsvereinbarung zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dem Bauherrn Günter Martin und dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen wurde eine 25-jährige Nutzung der Rettungswache gesichert.
Die Außenanlagen rund um den Gewerbebau konnten bislang noch nicht fertig gestellt werden, da der Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Ausbau des Radwegenetzes plant. Zu klären ist, ob ein Radweg über das Gewerbegrundstück geführt wird.
Lage der Wache, Versorgungsgebiet
Die neugebaute Rettungswache liegt direkt am Ortseingang Neustadt von Stadtallendorf kommend an der B 454. Das Versorgungsgebiet umfasst neben Neustadt mit seinen Ortsteilen noch Stadtallendorf, den Südlichen Schwalm-Eder-Kreis beides liegt direkt an der B 454. Zum Landkreisübergreifenden Einsatzgebiet zählen auch Ortschaften des Vogelsbergkreises.
Durch die günstige Lage an der Bundesstraße ist ein schnelleres Ausrücken des Fahrzeuges möglich. Weiterhin sorgt die dadurch sofort nutzbare bessere Verkehrsinfrastruktur für kürzere Fahrzeiten und damit zu einer Ausdehnung des Versorgungsbereiches.
Beschreibung der Räumlichkeiten
Auf 111 m² entstanden die notwendigen Funktions- und Aufenthaltsräume, diese bestehen aus einem Wachenraum mit integrierter Küche, einem Umkleideraum, einer Toilette und einer Dusche, einem Lagerraum sowie einem kombiniertem Hygienelageraum.
Für das Fahrzeug steht eine Fahrzeughalle zur Verfügung.
Fahrzeuge, Einsätze, Personal
Ein Mehrzweckfahrzeug mit zwei Mitarbeitern ist 24 Stunden täglich im Dienst. Pro Jahr werden rund 800 Einsätze erbracht.