Rettungswache Stadtallendorf

Die neue Rettungswache Stadtallendorf wurde am 25. August 2010 zusammen mit den Räumlichkeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes eingeweiht, die nun in einem gemeinsam genutzten Neubau untergebracht sind. Geplant von ARTEC Architekten, sind deutliche Ähnlichkeiten mit anderen Wachenneubauten des DRK Rettungsdienst Mittelhessen augenfällig.
Als architektonische Besonderheit hat das Gebäude zwei Ebenen: Im Erdgeschoss liegen der gemeinsame Eingang und die Räume des ärztlichen Bereitschaftsdienstes; im Obergeschoss sind die Räume der Rettungswache und die Fahrzeughalle untergebracht – mit direkter Ausfahrt auf die Schnellstraße. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungswache in Stadtallendorf rücken also sozusagen aus dem ersten Stock aus…


 

Beim ersten Spatenstich v.l.n.r.: Heinrich Reinhardt, 1. Stadtrat der Stadt Stadtallendorf, Karl-Friedrich Salzmann, Prokurist DRK Rettungsdienst Mittelhessen, Gerd Kaut, ARTEC Architekten, Manfred Vollmer, Bürgermeister der Stadt Stadtallendorf und Robert Fischbach, Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf.Geschichte der Wache
In den 70er Jahren erbaut, wurde die Rettungswache vorwiegend von vormals ehrenamtlichen Sanitätern besetzt. Die Krankentransportwagen waren in der vom DRK bezuschussten Garage vor der eigenen Haustür untergebracht.

Einsätze wurden bis weit in die 70 er Jahre alleine gefahren. Zur Not, so wird erzählt, musste auch mal ein Polizist ans Steuer, oder ein zufällig vorbeikommender Passant wurde aufgefordert, beim Tragen zu helfen. Insgesamt ging es vorwiegend um den „reinen Transport“. Zu dieser Zeit war die Wache mit einer eigenen Funkstation ausgestattet, aus dem gesamten Ostkreis liefen hier die Telefonate auf, und es erfolgte die Disposition der Fahrten. Neben zwei Fahrzeugen für den „Liegendtransport“ standen auch Fahrzeuge für „Sitzende Fahrten“ zur Verfügung.
 

Vorbereitungen des Neubaus
Am Dienstag, dem 17. November 2009, erfolgte der erste Spatenstich für die neue Rettungswache des DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Stadtallendorf. Erstmalig tritt, statt wie bei den bisherigen Wachenneubauprojekten ein Privatinvestor, die Stadt Stadtallendorf als Bauherrin auf. Stadtallendorf wird dann auch Vermieterin sein.
Die Wache befindet sich zu dieser Zeit in den Räumen der ehemaligen Stadtmission in der Haartstraße 10. Um die räumlichen Gegebenheiten den aktuellen Erfordernissen eines modernen Rettungsdienstes anzupassen, strebte das Unternehmen jedoch an, die Wache neu zu bauen.

Lage der Wache, Versorgungsgebiet
Die neue Wache befindet sich am Ortseingang von Stadtallendorf mit eigenem Anschluss auf die B 454.
Der Versorgungsbereich umfasst das Stadtgebiet sowie die Stadteile
von Stadtallendorf. In der Nacht wird das Einsatzgebiet der
Tagwache Neustadt mit versorgt.

Beschreibung der Räumlichkeiten
Die Wache besteht aus einem Aufenthaltsraum und einer Küche, Ruheräumen, einer Umkleide, Sanitärbereiche und einem Hygienebereich.

Einsätze, Fahrzeuge, Mitarbeiter
Auf der Stadtallendorfer Rettungswache wird ein Mehrzweckfahrzeug rund um die Uhr vorgehalten. Sechs hauptamtliche Mitarbeiter sowie sechs FSJ-Kräfte und Zivis sind auf der Wache beschäftigt, pro Jahr werden rund 1150 Einsätze erbracht.