vom 31.05.2017

Rettungsdienste vergleichen Fahrzeugkonzepte

Am 22. und 23. Mai fand in den Räumlichkeiten des DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) ein zweitägiger Workshop mit Vertretern der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), des Bayrischen Roten Kreuz (BRK) und des RDMH statt. Ziel des Treffens war ein Austausch über allgemeine Beschaffungs- und Fuhrparkthemen sowie ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte. Dafür hatten alle Beteiligten jeweils einen aktuellen RTW mit nach Marburg gebracht. Auch ein Fiat Ducato der gemeinnützigen Rettungsdienst Eschenburg GmbH (RDE), einer Tochtergesellschaft des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, wurde in die Gespräche und den Vergleich mit einbezogen.


Neben vielen Gemeinsamkeiten im Ausbau und der Ausstattung konnten aber auch einige Unterschiede festgestellt werden. Während die Fahrzeuge des RDMH und RDE einen Vorderradantrieb und einen niedrigen Einstieg haben, verfügen die RTW des Bayrischen Roten Kreuzes und des Rettungsdienstes aus Schleswig-Holstein über einen Hinterradantrieb und einen hohen Patientenraumboden. Positiv bemerkt wurden die Schiebetür zwischen Fahrer- und Patientenraum im Renault des RDMH und die elektrohydraulische Fahrtrage mit Power-Load-System, die im RTW der Rettungsdienst-Kooperation aus Schleswig-Holstein standardmäßig verbaut ist. Auch der Rettungswagen des RDE verfügt mit der Kartsana über eine elektrohydraulische Trage. Sowohl das Bayrische Rote Kreuz als auch der Rettungsdienst Mittelhessen verwenden bisher gefederte Tragetische in ihren Fahrzeugen.
Über die Wichtigkeit der Arbeitsplatz Ergonomie und der Sicherheit der Mitarbeiter waren sich alle Beteiligten einig. Beiden Aspekten muss in zukünftigen Ausbaukonzepten eine zentrale Bedeutung beigemessen werden. Als ein Punkt wurden an dieser Stelle die elektrohydraulischen Tragen genannt, die zur Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatzdienst Standard sein sollten.


Ein nächstes Treffen ist für September geplant. Dort sollen unter anderem Wirtschaftlichkeit, Sicherheit des Arbeitsplatzes im Patientenraum und neue Konzeptionen besprochen werden.

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